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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Ullik-Vassimon, Volume 49
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Page - 222 - in Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Ullik-Vassimon, Volume 49

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i, Lorcuz 222 Oesterreichische Nat ional -> Encyklo- pädie von G raffer und (5; ikann (Wien 15^7. k".) Vd. V, S. 308. — Steier' märkische Zeitschrift. Redigirt uün Doc« lur G. F. 3 chrein er, Dr. Albert von Muchar. C. G. Ritter von Leitner. Anton Schrötter (Gratz 4812. 8"). Neue Folge VI l . Jahrg.. 1. Heft. T. 33. — Vater» ländische Blät ter für den österreichischen Kaiserstaat (Wien. 4".) 4813. S. ^-i. — (I; ikann (Job. Iac. Heinrich). Die lebenden Tckriftsteller Mädrenö. E>n literarischer Ver« such (Brunn 1812. I . G. Traßler. 8".) S. 187. Noch ist erwähnenswert!).- ^orenz Valcnzi , ein Soldat oon nicht gewöhnlicher Brauour, welcher im Feldzuae 1864 aegen Dänemark als Grenadierführer der 1. (5ompaanie im Linien-Infanterie'Regilnente König der Bel» gier Nr. 27 diente. Er ist aus Tt. Stephan in Steiermark gebürng. Da eü zehn ^rt- schafcen dieses Namcnö daselbst gibt, sind wir leider nicht in der Lage. seinen Geburtsort näher';u bezeichnen. Am 6. Februar genannten Jahres fand das Treffen bei Oeversee statt. Lieutenant Ritter oon Hcydeag, (>'omman' oant der Haldcompagnie, war gefallen, da crat Valenzi an dessen Stelle und führte seine Leute, dieselben zum edelsten Netteifer ermunternd, biä zum Schlüsse deö Dampfes. Tapfer erstürmte er an der Spitze der Co« lonne, ein rechts an der Straße gelegenes Haus, und als er seinen verwundeten Obersten, Herzog Wi lhe lm uon Württemberg fallen sah, sprang er sofort herbei, um den angeord» neten Transport dcöselbcn ins Verbandhaus zu besorgen, und nachdem dieä geschehen, kehrte er unuerweilt in den Nampf zurück.' l^uch im späteren Gefechte bei Veile, am 8. März. that sich Valenzi durch seltene Brauour bcrvor. Im heftigsten Kugelregen besetzte er ein Hcbäude, aus welchem, obwohl eü schon halb zusammengeschossen war, unter cheilweisec Deckung ein wohlgezicltes Gewehr« feuer auf den Feind unterhalten werden konnte. Und in der That führte er dies nnt seinen Leuten erfolgreich durch. Für seine erste Waffenthat wurde der tapfere Führer mit der silbernen Tapfcrkeitsmedaille zweiter blaffe, für seine zweite mit jener erster Classe aus» gezeichnet. ^D e r K a m e r a d. Illustrirter österreichischer Militär»Kalender für 1865. Herausgegeben oon der Redaction der gleich« namigen österreichischenMilitar»Zeitung (Wien. I . Dirnböcl. 8°.) S. 132—142 ) Valerj, Gaetano (Musiker und Zeichner, geb. in Padua 2l. Lep. tember ^l?60, gest. daselbst 13. April 4822). Es hatte anfangs den Anschein als neige das Talent des Knaben mehr zur Malerei als zur Musik. Als er aber in letzterer Kunst den Unterricht Maestro Bertoni 's, genannt Tur in i , Orqa- nisten bei S. Giuftina, genoß, trat die ! musikalische Ader bald zu Tage, und er ' machte glänzende Fortschritte. Nach been« detem Lehrcurs stellte er sich auf eigene Füße und begann selbst Unterricht zu ertheilen. Schon frühzeitig erhielt er die Organistenstelle in der Kirche del Car> mine, spater bei S. Augustin und zuletzt jene in der Kathedrale. Sein Ruf als trefflicher Organist, wie auch als ge» schickter Tonsetzer wuchs immer mehr. ! Im Archiv der Kathedrale finden sich ! seine zahlreichen Kompositionen aufbe> i wahrt, es seien davon erwähnt: eine ! vierstimmige Messe mit Orchester- und ! Orgelbegleitung '> — mehrere Psalmen, ! so: Vertun vii-, Dixit Doiuinu^ I^iiu- diUe, puoi-1) mit obligater Orgelbeglei» tung, ein vierstimmiges Ktird^t mater ! mit Begleitung des Orchesters, eine lau» ! retanische Litanei, ein großes Oratorium, welches auch im Convent der ?k>. Bar» füßer aufgeführt wurde, verschiedene 1?lnrUnn erßo, viele Symphonien, Ter> zette für Pianoforte, Violine und Violoncello und mehrere Sonaten für Orgel und Pianoforte. Aber nicht blos in der Musik leistete Valer j Ausgezeich' netes, er war ein ebenso gewandter Tech» niker und modellirte mit eigener Hand die Basilica des St. Antonius von Padua, den Bogen des Heiligen, einen Plan von Padua, stach seine eigenen Compositionen in Kupfer, zeichnete, malte in Aquarell. I n letzterem führte er mehrere Kupferstiche von Raphael
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Ullik-Vassimon, Volume 49
Title
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Subtitle
Ullik-Vassimon
Volume
49
Author
Constant von Wurzbach
Publisher
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Location
Wien
Date
1883
Language
German
License
PD
Size
13.41 x 21.45 cm
Pages
348
Keywords
Biographien, Lebensskizzen
Categories
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