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Weiß, M. I. 167 iß) Wilhelm
Teivert (Johann). Nachrichten von sieben«
dürgischen Gelehrten und ihren Schriften (Preß»
bürg 1783, Neber und Karabinski, 8".)
T. 486. — Trausch (Joseph). Schrift»
steller-Lerikon oder biographisch - literarische
Denkblätter der Siebenbürger Deutschen
(Kronstadt 1871. Ioh. Gott und Sohn,
gr. 8".) Bd. I I I , S. 484—490. Die aus-
führlichste auf Quellenmaterial gestützte Dar»
stellung seines Lebens nnd seiner Familien«
Verhältnisse. — Teutsch ( I . G. Dr.). Ge-
schichte der Siebenbürger Sachsen, 4. Heft.
— Der Ungar. Herausgegeben von Her«
mann Kle in (Pesth. schm. 4".) I. Jahrg.
1842, Nr. 81 : „Biographische Skizzen:
I I I . Michael Weiß". Mit ganz falschen
Daten: so laßt ihn der Verfasser 1663 statt
1369 geboren und am 16. October 1710 statt
16. Oktober 1612 gestorben sein. — Unga»
rischcr Plutarch oder Nachrichten von
dem Leben merkwürdiger Personen des König-
reichs Ungarn. Von Karl Vincenz Kölesy
(Pesth 1813. Eggenberger. 8".) Vd. I, S. 172.
Aa?'ctn?/i ^4?64'l'us .^ Hlsnioi'ia, Hun>
^a^ai-uin et ^rovincialium seri^tiü sältig
uotarnin (?08nnii 1777, ^.. I^os^e, 8".)
tomus I I I , Vag. 493. — Iiuc!iip68ti
g26Mie (^eätti) 1838, S. 38. — Auch
wurde das tragische Geschick des Michael
Weih wiederholt poetisch behandelt, und
zwar schrieb Heyser das Heldengedicht:
„Bäthory und Weiß" ^vergleiche darüber
Trausch's „Schriftsteller-Lexikon" Bd. I I ,
S. 133, Nr. 3^ und I o sita stellt dies Ge»
schick dar im Roman: „Der letzte Vllthory",
der auch in deutscher Uebersetzung von
V. Schwarz (Pesth 1839) erschienen ist.
— Porträt. I n ganzer Figur im 2. Bande
der „Transylvania". — Wappen. Abbildung
desselben ebenda. — Denkmünze. Sieben»
bürgens dankbare Bürger ließen auf den
Tod des M ichae l We iß eine goldene
Denkmünze prägen mit dem Spruche: I>i-a.6>
5titit, hnae äsduit, kati-ia?.; eine Abbil<
düng dieser bereits seltenen Münze befindet
sich in den Wiener priv. Anzeigen, VI . Jahr«
gang. S. 37 und in der „Transylnania" von
Benigni. Bd. II.) — 28. M . I . Weiß.
Ein Wiener Componist unserer Tage, von
dem uns folgende Oompositionen für das
Pianoforte bekannt find: «1^3 i»i<;LonL".
0p. 6 (Wien 1833. Glöggl). — „ N ^ i s "
Op. 7 (ebd.). — «2 0kan8OU3 (1^6 ti-ou-
wäoui-. Hl6i»nooUe)". Ol>. 10 (ebd.). —
„^ou ^on! Ii,oQÄoi6tto". Ox. 11 (Wien 1836. Glöggl). — 29. Nobert Weiß (geb.
1843, gest. in Prag Mitte März l871). Für
den geistlichen Stand bestimmt, brachte er
längere Zeit in einem Kloster zu, welches er
aber wieder verließ, um sich an der Vrager
Hochschule weltlichen Wissenschaften zu wid»
men. Als Hörer der philosophischen Facultät
zeichnete er sich durch Wissensdrang. Cha»
rakter und Talente besonders aus. Eine
poetisch empfindende und zugleich schaffende,
ideal angelegte, jedoch auch ziemlich üoer«
schwengliche Natur, erfreute er sich bei seinen
Colle^en solcher Beliebtheit, daß
sie ihn zum
Vorstande der deutschen Lesehalle erwählten,
in welcher Eigenschaft er durch zn^i Jahre
ersprießlich wirkte. Vei öffentlichen Anlässen
trat er, öfter als Redner auf. und verstand
er es, durch seine schwungvollen begeisterten
Vorträge seine Zuhörer hinzureißen. Er war
auch ein schaffender Geist. Einige Gedichte
und die anmuthige Bluette: „Eine Komödie"
sind unter dem Pseudonym Robert We»
ner im Druck erschienen. In letzterer Zeit
machte sich. ohne daß die veranlassenden Ur»
sachen bekannt wurden, mit einem Male ein
gewisser Hang nach Einsamkeit und eine
Verschlossenheit an ihm bemerkbar, die zu
seinem früheren Wesen im auffallenden
Gegensatze standen und ihn endlich zum
Selbstmorde führten, indem er sich in der
Nacht durch Cyankali vergiftete. Außer Ge-
dichten und einigen Novellen, welche sich im
Besitze seiner Freunde befanden, enthielt sein
Nachlaß ein vollendetes großes Drama, dem
von maßgebender Seite poetische Bedeutung
nachgerühmt wurde. fFremd en > B latt.
Von Gustav He ine (Wien, 4".) 1871,
Nr. 81.) — 30. Wilhelm Weiß (gest. zu
Asch im Egerer Kreise Böhmens am 2. No»
vembrr 1872). Durch seine letztwillige Ver»
fügung hat er sich das Recht aus bleibende
Erinnerung erworben. In seiner Stellung
als Bürgermeister und Bezirksobmann in
Asch wirkte er. von dem es im Nachrufe
heißt, daß er „reich an Bürgertugenden" ge«
Wesen, viele Jahre in der aufopferndsten und
ersprießlichsten Weise für die Gemeinde, die
seinen rechtschaffenen Händen ihre Leitung
anvertraute. Hatte er, am gedeihlichen Empor«
blühen der Stadt Asch hervorragenden An»
theil nehmend, stets viele Liebeswerke geübt,
durch welche er uneigennützig sein richtiges
Verständniß für die wahren Interessen des
industriellen Lebens seiner Gemeinde bewies,
so zeigte er nicht minder glänzend durch seine
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Weil-Weninger, Volume 54
- Title
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Subtitle
- Weil-Weninger
- Volume
- 54
- Author
- Constant von Wurzbach
- Publisher
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Location
- Wien
- Date
- 1886
- Language
- German
- License
- PD
- Size
- 13.41 x 21.45 cm
- Pages
- 346
- Keywords
- Biographien, Lebensskizzen
- Categories
- Lexika Wurzbach-Lexikon