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ebenso geistvollen als anspruchslosen
Dame und des geistigen Stilllebens mit
deren wenigen, aber auserlesenen Freun»
den und Freundinen.
B r ü m ui e r (Franz). Deutsches Dichter»
Lerikon. Biographische uno bibliographische
Mittheilungen ĂĽber Dichter aller Zeiten. Mit
besonderer BerĂĽcksichtigung der Gegenwart
(Eichstätt und Stuttgart 1877. Krüll'sche
Buchhandlung, schm. 4".) Bd. I I , S. 53l.
— Frankl (Ludw. Aug.). Sonntagsblätter
(Wien. gr. 8".) I. Iahrg,. l4. August l842,
Nr. 33: „Nekrolog". — G oedeke (Karl).
Grundriß zur Geschichte der deutschen Dich«
tung. Aus den Quellen (Hannover l859
u. f.. Ehlermann. gr. 8".) Bd. I I I , S. 690
und 846. ^ Pichler (Karoline). Sämmt-
liche Werke (Wien, 12".) 60. Bändchen.
S, 38 u. f. — Schindel (Karl Wilh. Otto
Äu>^.). Die deutschen Schriftstellerinn des
neunzehnten Jahrhunderts (Leiuzig i823,
Brockhaus. l2°.) Bd. I I , S. 470-483.
Hllytz, Giovanni (Tonsetzer, geb.
in Fiume <832). Von Prager Eltern
stammend, erblickte er in Fiume, wohin
dieselben ĂĽbersiedelt waren, das Licht der
Welt. Er machte seine Studien in seiner
Vaterstadt und begann frĂĽhzeitig sein
musikalisches Talent zu entfalten, ohne
jedoch dasselbe, da er es nicht fĂĽr seinen
Beruf ansah, auszubilden. Als er aber
1830 nach Mailand kam, wirkte das
musicalische Leben daselbst mächtig auf
ihn ein. Von seinem Vater insoweit, als
er bei ihm ContrabaĂź und Violine erlernt
hatte, vorgebildet, zeigte er hinreichend
musicalische Kenntnisse, um zur Auf»
nähme in das dortige kaiserliche Conser-
vatoriunr geeignet befunden zu werden.
Dort waren M a z z u c a t o , Lauro
Ross i und Stephan Ronche t t i
feine Lehrer, und bei Letzterem erlernte
er die Compofition mit so günstigem Er»
folge, daĂź er sich an die Schaffung eines
größeren Tonwerkes, einer Oper, wagte.
So entstand 1853 die Oper „ ^ ?6ss", die, obwohl man ihr noch die Un«
sicherheit des Anfängers anmerkte, mit
entschiedenem Beifall in Mailand ĂĽber
die Bretter ging und den Namen des
Compositeurs in weiteren Kreisen be>
kannt machte. Das nächste Werk war die
ernste Oper „Amalie", wozu Schil lei 's
„Näuber" den Stoff liehen. Mehrere
Jahre blieb der junge Componist in Ita-
lien, und sind wir ĂĽber sein Schaffen von
1833 an bis zu seinem Auftreten in
Wien, welches im December 1863 cr-
folgte, nicht näher unterrichtet. Daselbst
brachte er im Carl.Theater um die Mitte
genannten Monats die komische Operette
..Mannschaft an Nllrd", Text mit freier Be-
nĂĽtzung eines englischen Stoffes von
I . 3 Harisch, zur AuffĂĽhrung, welche
eine sehr gĂĽnstige Aufnahme fand. Meh-
rere Jahre wirkte er nun am genannten
Theater, auf welchem er mit noch einigen
Operetten Beifall erntete. Dann, Ende
August 1868, kam er als Capellmeister
an das Theater an der Wien, Anfang
1870 nahm er aber die artistische Leitung
der BĂĽhne in Agram zugleich mit der
Directorftelle des dortigen Conservato»
riums fĂĽr Musik an. Seine ferneren
Schicksale sind uns nicht bekannt. Näh«
rend seines mehrjährigen Aufenthaltes
iu Wien brachte er außer der scdon ge»
nannten Operette „Mannschaft an Bord"
noch folgende zur Aufführung: „Mj'.i-
pntzli llller die Erufrlchen in der Ehr" (1864),
nach einem französischen Stoff; — „Nie
DllMrllni non Neapel", Text von Hans Max
(1863) Meudonym für Baron Päu-
mann^; — „Nie Mchtzchmärmer", Text
von Erich Nessl (1866); — „Nie He«
nun Vllizq", Spectakeloper in 3 Auf;.,
Text von Karl Costa (l866); —
„Meister Pick", Text von Nessl (l869).
Von anderen Arbeiten unseres Compo-
nisten sind uns bekannt: die Operetten
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Wurmser-Zhuber, Volume 59
- Title
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Subtitle
- Wurmser-Zhuber
- Volume
- 59
- Author
- Constant von Wurzbach
- Publisher
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Location
- Wien
- Date
- 1890
- Language
- German
- License
- PD
- Size
- 13.41 x 21.45 cm
- Pages
- 428
- Keywords
- Biographien, Lebensskizzen
- Categories
- Lexika Wurzbach-Lexikon