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Erica Tietze-Conrat - Tagebücher, Band II: Mit den Mitteln der Disziplin (1937–1938)
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157 Tagebuch 1937/3 sollte. Am Amüsantesten wie abhängig die meisten anfingen ! (z. B. Vlaminck). Am imponierendsten Matisse als Überwinder der eigenen Vergangenheit. Dufy mehr schon hineingeborener Kronprinz.  –18 20. [Juli] Gestern hab ich etwas vergessen, wie immer in Paris : wen werden wir überraschen- derweise treffen ? Floch gilt natürl[ich] nicht. In d. alten Kunstausst[ellung] sprach mich gleich am Eingang eine Wienerin an, um mir einen bestimmten Katalog als besonders praktisch anzupreisen. Sie kannte den Herrn Professor von Vorträgen. Gilt das ? Wir kennen sie nicht. Dann war’s Canetti, den wir zwar erkannten, aber d. Namen glatt vergessen hatten. Schließlich Goldwater aus New York : „How is Cate ?“ „Fine  –“ Heute wieder kontinental-blauer Himmel ! Ich habe unterisch noch weniger als nach oben an. Armer Stoffel, der in 10 Tagen hier sight- seeing sein will ; wir dürfen uns doch wenigstens un- ser Programm einteilen  – soweit Floch das nicht tun will.  –19 (Abends ; wir sitzen im Hôtel u. warten auf den eingeladenen M. Edel.) Das war ein tätiger Tag, der schon um 9h anfing. Wir besorgten den Geldwech- sel u. Karteneinkauf Paris  – Modane mit Reserva- tion, weil doch alle Züge so furchtbar voll sind. Bei Braun vergeblich nach d. Photo […] aus Fontaine- bleau gefragt, in den Archiven eine ganze Reihe von Z[eich nungen]photos aus Besançon, Bayonne u. Paris ausgewählt u. gezahlt. Wann werden wir wieder so billige Franken haben. Im Pavillon […] die Ausstel- lung […] Jahrhunderts mit viel Spaß besehen. (Floch war auch da). Hans meint aber ganz richtig, daß mehr Erklär[ungen] sein sollten. Dann im Louvre wegen Pardovenus, die aber  – da muß man wohl „ausgerechnet“ sagen  – beim Photogr[aphieren] war. Die gewaschenen Delacroix u. Courbets an- geschaut, die wirklich ein Vergnügen sind u. noch mehr auf Nachfolge hoffen las- sen. Floch ist ganz amüsant, wenn er über Bilder spricht. Bei Delacroix „14. Juli“ : „Das ist wohl das erstemal, daß ein Maler die Tricolore zum Grundthema macht.“ Es war aber so schwül und stickig, die Menschen so „abgekämpft“ (Hansen’s Ausdruck) auf den roten Plüschsofas, daß einem jede Lust verging. Wir schleppten uns zu un- serm Greisler u. heim u. bald danach ins Bett. Ohne diese Siesta kann mans nicht aushalten. Am Nachmittag gingen wir uns erst von einem Kaffee aufputschen, dann zu Wildenstein in d. Grecoausstell[ung]. Die vom König v. Rumänien geliehenen Abb. 40 : „El Greco“, Ausstellung bei Wildenstein, Paris.
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Erica Tietze-Conrat Tagebücher, Band II: Mit den Mitteln der Disziplin (1937–1938)
Entnommena aus FWF-E-Book-Library
Titel
Erica Tietze-Conrat
Untertitel
Tagebücher
Band
II: Mit den Mitteln der Disziplin (1937–1938)
Herausgeber
Alexandra Caruso
Verlag
Böhlau Verlag
Ort
Wien
Datum
2015
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY-NC-ND 3.0
ISBN
978-3-205-79545-2
Abmessungen
17.0 x 24.0 cm
Seiten
346
Kategorie
Biographien
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