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ExtremA 2019 - Aktueller Wissensstand zu Extremereignissen alpiner Naturgefahren in Österreich
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© 2020, Vandenhoeck & Ruprecht GmbH & Co. KG, Göttingen ISBN Print: 9783847110927 – ISBN E-Lib: 9783737010924 Noch gar nicht in derHochwasserrisikozonierung berücksichtigt ist Ober- flächenwasser, dessen bisher unterschätztes Schadenspotenzial erst nach und nach erkanntwird (siehe etwaBernet et al., 2017). Neben einer regelmäßigen NachführungderZonierungmit demwachsendenundverbessertenmeteoro- logischenundhydrologischenDatenmaterialundweiterenFortschritten inder Behandlungkleinerer Fließgewässerwäre es alsonotwendig, inder Siedlungs- wasserwirtschaftauchdieBedrohungdurchOberflächenwassereinzuschließen. Eine richtige Balance zwischen Risikoabschätzung, Vertrauen in Schutz- maßnahmen und Erinnerung an vergangene Ereignisse stellt auf lange Sicht jedenfalls den besten Umgang einer Gesellschaft mit der Bedrohung durch StarkregenundHochwasserdar (Viglioneet al., 2014).ObeinweitererAusbau baulicher Schutzmaßnahmenoderdie Schaffung größererAusbreitungsräume für Fließgewässer, also gewissermaßen das Gegenteil, die aussichtsreichere Prävention gegen Starkregen und dessen Folgen sind, kann von Fall zu Fall unterschiedlichsein.DieseFragemussvonpolitischenEntscheidungsträgernin enger Zusammenarbeitmit Raumplanern, Ingenieuren,Klimatologen,Hydro- logenundanderenFachleutenbehandeltwerden. Manmuss sich allerdings auchvorAugenhalten, dass eineAbsiedlung aus gefährdetenBereichen inderVergangenheit selbst nachverheerendenAnlass- fällenwie etwademDonauhochwasser 2002nur inEinzelfällenundmit finan- ziellenAnreizenklappte.EinepräventiveAufgabevonbisherigemKultur-oder garWohnraumwirdalsokaumfunktionieren.Erfolgsversprechendererscheint es, Lenkungseffekte etwa in Form von in Aussicht gestellter finanzieller Zu- wendungenfüreineAufgabegefährdeterBereicheimkollektivenGedächtniszu verankern,umanschließenddasMomentumauszunützen,das sich individuell wiegesellschaftlichunmittelbar auseinemKatastrophenfall ergibt. 7.7.2 Hagel Hagel stellt vor allem dank verbesserter Unwetterwarnungen heutzutage nur nochinabsolutenAusnahmefälleneineGefahrfürLeibundLebendar.Hingegen sind mögliche Schutzmaßnahmen gegen materielle Schäden vergleichsweise beschränkt und konzentrieren sichmeist auf die unmittelbare Sicherung ge- fährdeterhochwertigerGegenstände, z.B. indemeinFahrzeugnoch schnell in eine Garage geparkt odermit Decken geschützt wird. Das enorme Schadens- potenzial vonHagel bedingt, dass selbst solcheunkoordiniertenAd-hoc-Maß- nahmen dennoch einen erheblichen volkswirtschaftlichen Nutzen bringen. DieserUmstandwurde–natürlich auch ausEigennutz – schon frühzeitig von Versicherungenerkannt, die zudiesemZweckmitWetterdienstenkooperieren StarkniederschlagundHagel166 Open-Access-Publikation im Sinne der CC-Lizenz BY-NC-ND 4.0
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ExtremA 2019 Aktueller Wissensstand zu Extremereignissen alpiner Naturgefahren in Österreich
Titel
ExtremA 2019
Untertitel
Aktueller Wissensstand zu Extremereignissen alpiner Naturgefahren in Österreich
Autoren
Thomas Glade
Martin Mergili
Herausgeber
Katrin Sattler
Verlag
Vandenhoeck & Ruprecht GmbH & Co
Datum
2020
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY-NC-ND 4.0
ISBN
978-3-7370-1092-4
Abmessungen
15.5 x 23.2 cm
Seiten
778
Kategorie
Geographie, Land und Leute
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