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ExtremA 2019 - Aktueller Wissensstand zu Extremereignissen alpiner Naturgefahren in Österreich
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© 2020, Vandenhoeck & Ruprecht GmbH & Co. KG, Göttingen ISBN Print: 9783847110927 – ISBN E-Lib: 9783737010924 Aufgrundder unterschiedlichenEntstehungsmöglichkeiten vonFeststoffer- eignissenundderkomplexenWechselwirkungzwischenWasserundSediment könnendieEreignisintensitätsowiediejeweiligenProzessmusterräumlichstark variieren. Um eine flächendeckende Aussage zur Ereignisintensität oder zum Gefahrenpotential extremer, fluviatiler Feststoffereignisse innerhalb eines be- stimmten Gebietes zu erhalten, muss deshalb auch die Vielfalt an Entste- hungsmöglichkeiten (z.B.woundwanntritt Starkregenauf,wie stellt sichdas gegenwärtige Sedimentpotential dar, etc.) in Form von Szenarien formuliert werden. Diese Szenarien beruhen in der Regel auf Expertenwissen und den Erkenntnissen aus vergangenenEreignissen (Ereignisdokumentation). Sie bil- den die Grundlage (Eingangsdaten) für computergestützte Simulationen und habeneinenentsprechendhohenEinflussaufderenErgebnisse. 12.7 Herausforderungen imUmgangmit extremen fluviatilen Feststoffereignissen 12.7.1 VerbesserungderAbschätzbarkeit fluviatiler Feststoffgefahrenprozesse Unsicherheiten in der Abschätzung der Ereignisintensität oder des Gefahren- potentials fluviatiler Feststoffereignisse ergeben sich zunächst aus der häufig fehlendenMöglichkeit derModellkalibrierungmittelsNaturmessungen,Beob- achtungenvergangenerEreignisseoder physikalischerModellversuche.Berech- nungsansätze sind jeweils auf einen der Datengrundlage entsprechendenAn- wendungsbereich beschränkt. Die Modelleignung für die betrachtete Aufga- benstellung ist seitens des Anwenders stets zu hinterfragen. Ergebnisse von Geschiebetransportberechnungenkönnen imVergleichverschiedenerAnsätze miteinanderstarkdivergieren.SensitivitätsbetrachtungenundnachMöglichkeit die »grobe« Kalibrierung der zugrundeliegenden Formeln anhand vonMess- daten und/oder die Plausibilisierung der Ergebnisse anhand dokumentierter Ereignisse sindessentiell. WeitereUnsicherheiten in der Analyse fluviatiler Verlagerungsprozesse er- geben sich ausder Szenarienbildung.DiegängigenBerechnungsansätze basie- ren auf der Annahme von transportlimitierten Verhältnissen und geben die Transportkapazität infolge der Strömungskraft des Abflusses wieder. Die tat- sächlich verfrachteten Transportraten ergeben sich aus der Bilanz mit den räumlichundzeitlichvariabelverfügbarenSedimentvolumina(lateralerEintrag indieGewässer ausZubringernoder gravitativenProzessen,AusmaßderTie- fen-undSeitenerosion).DieBedeutungderSzenarienbildungnimmtdahermit der topografischenKomplexitätdesBetrachtungsraumssehrstarkzu: inengen, Herausforderungen imUmgangmitextremen fluviatilenFeststoffereignissen 309 Open-Access-Publikation im Sinne der CC-Lizenz BY-NC-ND 4.0
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ExtremA 2019 Aktueller Wissensstand zu Extremereignissen alpiner Naturgefahren in Österreich
Titel
ExtremA 2019
Untertitel
Aktueller Wissensstand zu Extremereignissen alpiner Naturgefahren in Österreich
Autoren
Thomas Glade
Martin Mergili
Herausgeber
Katrin Sattler
Verlag
Vandenhoeck & Ruprecht GmbH & Co
Datum
2020
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY-NC-ND 4.0
ISBN
978-3-7370-1092-4
Abmessungen
15.5 x 23.2 cm
Seiten
778
Kategorie
Geographie, Land und Leute
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