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ExtremA 2019 - Aktueller Wissensstand zu Extremereignissen alpiner Naturgefahren in Österreich
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© 2020, Vandenhoeck & Ruprecht GmbH & Co. KG, Göttingen ISBN Print: 9783847110927 – ISBN E-Lib: 9783737010924 onsratenvon4,15bis8,81 tha–1Jahr–1undjährlicheBodenabträgevon6bis30 t ha–1 Jahr–1 identifizieren. Die vonAlewell et al. (2015) angewendeteMethode liefertmittlereBodenabträge.EsgibtaberausgesprocheneSchneegleitwinter, in denen–beziehungsweise imFrühlingdarauf–besonders starkerBodenabtrag durchSchneeschurf (Blaikenbildung) erfolgt (WiegandundGeitner, 2013), so- dassdurchausvonExtremereignissengesprochenwerdenkann.Hierbei ist je- doch zu berücksichtigen, dass es sich bei Blaikenum flachgründigeHangrut- schungen handelt und nicht umBodenerosion im hier verwendeten Kontext. Tasser et al. (2003) konnten in diesemZusammenhang zeigen, dass auch das Management bei Gründlandbewirtschaftung in den Alpen von zentraler Be- deutung für dieBodenerosionsgefährdung ist. So sindMähwiesenundWeide- flächenweitauswenigerabtragsgefährdetalsBrachflächen.DieQuantifizierung von Bodenabträgen auf alpinen Grünlandflächen und die Abschätzung der ErosionsgefährdungbedürfenjedochweitererFallstudien,insbesondereweildie Abtragsprozesse aufGrünlandder höherenLagenderAlpen seit einigen Jahr- zehntenzuzunehmenscheinen. 14.4 Fallbeispiel DieGemeindeMichelhausen imniederöstereichenTullnerfeldwar in denver- gangenen Jahren immer wieder Schauplatz von Erosionsereignissen, die sich auchnegativ imbesiedeltenRaumderGemeindeauswirkten, indemeinerseits flächenhafte Sedimenteinträge einzelneWohnhäuser beschädigten, oder auch derKanalnichtmehrinderLagewar,dasAbflusswasserzuentwässern.ImZuge derUntersuchungenzudieserProblematikwurdenauchKartierungenzuEro- sionsereignissendurchgeführt. Am04.06.2008 fand einNiederschlagsereignis ineinerGrößenordnungeiner5-bis10-jährlichenWiederkehrstatt (ca. 15mm Ns in 30Minuten, insgesamt ca. 40mmGesamtniederschlag). Für Erosionser- eignisse istallerdingsdasGefährdungspotentialnichtnurvondenauftretenden Niederschlägen abhängig, sondern vor Allem auch von der aktuellen Erosi- onsgefährdung eines Standortes, die in diesemFall hochwar, weil zumEreig- niszeitpunkt fürdie angebautenHackfruchtkulturen (Mais, Sonnenblume,Zu- ckerrübe) noch keine ausreichene Bodenbedeckung vorhandenwar. Dement- sprechend wurden auf ca. 17% der Untersuchungsfläche Erosionsschäden festgestellt. Der durchschnittliche Bodenabtrag im Untersuchungsgebiet (267ha) betrug 18 t/ha, maximale Bodenabträge reichten bis zu 88 t/ha. Ab- bildung03a zeigt dasAusmaßder Bodenerosion imUntersuchungsgebiet. In- teressant ist die Verschneidung der Bodenabträge mit den angebauten Feld- früchten (Abbildung03b). Es gibt zwar Hackfruchtflächen ohne Erosions- schäden (aufgrund ihrer Topographie), allerdings Erosionsschäden nur in Bodenerosion354 Open-Access-Publikation im Sinne der CC-Lizenz BY-NC-ND 4.0
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ExtremA 2019 Aktueller Wissensstand zu Extremereignissen alpiner Naturgefahren in Österreich
Titel
ExtremA 2019
Untertitel
Aktueller Wissensstand zu Extremereignissen alpiner Naturgefahren in Österreich
Autoren
Thomas Glade
Martin Mergili
Herausgeber
Katrin Sattler
Verlag
Vandenhoeck & Ruprecht GmbH & Co
Datum
2020
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY-NC-ND 4.0
ISBN
978-3-7370-1092-4
Abmessungen
15.5 x 23.2 cm
Seiten
778
Kategorie
Geographie, Land und Leute
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