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ExtremA 2019 - Aktueller Wissensstand zu Extremereignissen alpiner Naturgefahren in Österreich
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© 2020, Vandenhoeck & Ruprecht GmbH & Co. KG, Göttingen ISBN Print: 9783847110927 – ISBN E-Lib: 9783737010924 stand jedochzumeist das Springen, alsodie InteraktiondesFelsfragmentsmit demUntergrundmittels episodischer Einschläge. Die übrigen Bewegungszu- stände (Fallen,Gleitenund,Rollen) beobachtetmanvor allemamBeginnund amEndeeinerTrajektorie. Oftmalswird entsprechendderGröße der Fragmente zwischen Steinschlag undBlockschlag unterschieden.Kienholz et al. (1998) definiert den Sturzpro- zessvonisoliertenFelsfragmentenmiteinemmittlerenDurchmesser,0.5mals Steinschlag und> 0.5m als Blockschlag. Diese Unterscheidung findet in der aktuellenLiteraturundinderPraxis jedochnurmehrgeringeBeachtung,dasie sichnicht auf denProzess, sondern lediglich auf dieGrößedes Fragments be- zieht. Als prozessbedingtes Unterscheidungsmerkmal können die vorherr- schenden Bewegungszuständewährend des Sturzprozesses dienen, wobei der dominanteBewegungszustand(zumeistRollenoderSpringen) inhohemMaße von der Fallhöhe, der Länge und der Morphologie (Hangneigung etc.) der Sturzbahn,derBeschaffenheitderOberfläche (Oberflächenrauheit undDämp- fung)unddenMaterialeigenschaftendes vorherrschendenGesteins (z.B.Ein- fluss durchFragmentierung) abhängig ist. Es gibt aberdie generelle Beobach- tung, dass große Blöcke im Vergleich zu kleineren Blöckenmehr Rollen als Springen. Sturzversuche an bewaldeten und nicht bewaldeten natürlichen Hängen (SmithundDuffy,1990;Dorrenetal.,2006;Usiroetal.,2006;Pamminger2018; Rauscher, 2018) und Rückrechnungen von Steinschlagereignissen haben ge- zeigt,dassdiemaximalauftretendenProzessgeschwindigkeitenimAllgemeinen bei 30 bis 35m/s liegen. Vereinzelt wurden jedoch auch schonGeschwindig- keiten von über 45m/s beobachtet bzw. rückgerechnet (z.B. Liechtenstein- klamm, sieheAbbildung01). 17.1.2 DefinitionFelssturz Unter dem Prozess Felssturz versteht man den Abbruch (Disposition) einer größerenmehroderwenigerkompaktenFelsmasse,diewährenddesAbbruchs –entsprechend dem vorherrschenden Versagensmechanismus (Poisel und Preh, 2004)– inSteineundBlöcke fragmentiert, die inweitererFolge alsmehr oder weniger individuelle Fragmente talwärts stürzen. Bei diesemProzesstyp hat die Interaktion der Fragmente untereinander während des demAbbruch folgendenSturzprozesses»keinenmaßgeblichenEinfluss«aufdieMobilitätder Sturzmasse.Die Fragmenteder Sturzmasse (SteineundBlöcke) verhalten sich entsprechenddem imvorhergehendenKapitel definierten undbeschriebenen ProzessSteinschlag. SteinschlagundFelssturz428 Open-Access-Publikation im Sinne der CC-Lizenz BY-NC-ND 4.0
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ExtremA 2019 Aktueller Wissensstand zu Extremereignissen alpiner Naturgefahren in Österreich
Titel
ExtremA 2019
Untertitel
Aktueller Wissensstand zu Extremereignissen alpiner Naturgefahren in Österreich
Autoren
Thomas Glade
Martin Mergili
Herausgeber
Katrin Sattler
Verlag
Vandenhoeck & Ruprecht GmbH & Co
Datum
2020
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY-NC-ND 4.0
ISBN
978-3-7370-1092-4
Abmessungen
15.5 x 23.2 cm
Seiten
778
Kategorie
Geographie, Land und Leute
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