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ExtremA 2019 - Aktueller Wissensstand zu Extremereignissen alpiner Naturgefahren in Österreich
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© 2020, Vandenhoeck & Ruprecht GmbH & Co. KG, Göttingen ISBN Print: 9783847110927 – ISBN E-Lib: 9783737010924 mehrtenNutzung vonComputern unddem Internet sowie der zunehmenden BesiedelungvongebirgigenRegionenjährlichmehrdokumentierteSteinschlag- und Felssturz-Ereignisse. DieAuswirkungen der dokumentierten Steinschlag- undFelssturz-EreignisseaufPersonenundInfrastrukturwurdenimZugedieser Arbeit nicht analysiert; daherkönnenandieserStellekeinedirektenAussagen über die Entwicklung vonExtremereignissen gemachtwerden. Jedenfalls sind die vorhandenen Aufzeichnungen lückenhaft und nicht repräsentativ. Jede SchlussfolgerungausdiesenDatenmussmitVorsichtbehandeltwerden. In den letzten Jahrenwerden inwissenschaftlichen undnichtwissenschaft- lichenMedienvermehrt Bedenken einer höherenGefahr durch (extreme)Na- turereignisse inFolgedesKlimawandelsgeäußert.SassundOberlechner(2012) haben die inÖsterreich vorhandenen Aufzeichnungen verglichen und unter- sucht,umeinenallumfassendenTrenddurchKlimawandel festzustellen.Dabei wurden keine mikroklimatischen Situationen (wie Frost-Tau-Wechsel oder Porenwasserdruck)berücksichtigt. DieAnalyse von252Ereignissen inÖsterreichzwischen1900und2010mit einemAbbruchvolumenzwischen102und106m3hatgezeigt, dassnur9%der EreignisseinHöhenlagenüber2.100m(woPermafrostmöglichwäre)auftreten. MitwärmerenSommernkannesvermehrtzuEreignisseninzurückweichenden Permafrost-Regionenkommen.EsgibtaberderzeitkeinenHinweisdarauf,dass die Ereignisse unter 2.100m (außerhalb der Permafrost-Zone)wegen desKli- mawandels zunehmen. Eine Untersuchung in der Schweiz ergab das Gleiche (Gruner,2008). ImjährlichenVergleichmitNiederschlagundTemperaturkann keine Korrelation zwischen Erwärmung und Ereignissen gefunden werden. Bestenfalls ist eine Tendenz zumehr Ereignissen in kalten Jahren, besonders nach kalten Wintern (ev. wegen Frostsprengung), festzustellen. Die meisten EreignissefindenimFrühlingstatt,vermutlichwegenvermehrterWasserzufuhr durch Schmelzwasser undRegen (Porenwasserdruck) sowie durch Frost-Tau- Wechsel.DieAuswertungenvonNiederschlagsdatenbis 2006 zeigenkeineZu- nahmeanextremenNiederschlägen inÖsterreich (Rudel 2008).Aufgrundvon wärmerenWintern könnte es eine saisonale Verschiebung der Ereignis-Häu- figkeit vonFrühling auf Sommer geben, aber auf eine allgemeineEreignis-Zu- nahmegibt eskeineHinweise (SassundOberlechner, 2012). 17.4.2 Schutzmaßnahmen SeitBeginnderUmsetzungvonSchutzbauwerkengegenSteinschlaginderMitte des20. Jahrhundertskames immerwiederzumVersagensolcherSysteme.Das VersagenhattedurchausunterschiedlicheUrsachen.Diesekönneneinerseits in einer unzureichenden Bemessung der aufzunehmenden Einwirkungen und/ EntwicklungvonExtremereignissen imalpinenRaum 439 Open-Access-Publikation im Sinne der CC-Lizenz BY-NC-ND 4.0
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ExtremA 2019 Aktueller Wissensstand zu Extremereignissen alpiner Naturgefahren in Österreich
Titel
ExtremA 2019
Untertitel
Aktueller Wissensstand zu Extremereignissen alpiner Naturgefahren in Österreich
Autoren
Thomas Glade
Martin Mergili
Herausgeber
Katrin Sattler
Verlag
Vandenhoeck & Ruprecht GmbH & Co
Datum
2020
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY-NC-ND 4.0
ISBN
978-3-7370-1092-4
Abmessungen
15.5 x 23.2 cm
Seiten
778
Kategorie
Geographie, Land und Leute
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