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ExtremA 2019 - Aktueller Wissensstand zu Extremereignissen alpiner Naturgefahren in Österreich
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© 2020, Vandenhoeck & Ruprecht GmbH & Co. KG, Göttingen ISBN Print: 9783847110927 – ISBN E-Lib: 9783737010924 undDuffy,1990),diedabeifürverschiedenenUntergründeundHangneigungen beobachtet wurden. Die Modellergebnisse sind daher jedenfalls mit solchen gemessenenDateninHinblickaufihrePlausibilitätzuprüfen.Grundsätzlichist jedoch davon auszugehen, dass die Variabilität derModellergebnisse weniger vomModell selbst als vomAnwenderabhängt (BergerundDorren, 2007). Behandlung vonAusreißern derModellierung bei der Gefahrenzonen-Ab- grenzung: Für dieAusscheidung vonGefahrenzonen oder qualitativenGefah- ren-HinweisbereichensinddieModellergebnisseentsprechendzubewerten.Bei einer ausreichendenAnzahl vonmodelliertenBlöckenkann i.d.R. einkonver- gentesErgebniserzieltwerden,dasauchreproduzierbarist.Gibtesbeisoeinem Ergebnis Ausreißer, die sehr untypische Reichweiten zeigen, ist es vertretbar, solcheModellergebnissezueliminieren.Es ist zwardurchausmöglich,dassdie Modelle auch solcheextremenEreignissekorrektdarstellen,dieEintrittswahr- scheinlichkeit solcher extremen Ergebnisse, die meist in Kaskaden von un- günstigenParameterkombinationenbegründetsind, ist jedochsehrgeringund dahernicht zwingendrelevant fürdieDarstellungvonGefahrenzonen. 17.6.3 AusblickaufmöglichezukünftigeEntwicklungen InHinblick auf einen bevorstehenden bzw. bereits erkennbarenKlimawandel mit einer Häufung von extremenWetterphänomenen kannmit hoherWahr- scheinlichkeit auch von einem Anstieg von Extremereignissen – auch bei Sturzprozessen – ausgegangenwerden. In Anbetracht des Charakters der Be- messung von Schutzbauwerken auf ein »Bemessungsereignis«, das wiederum einedefinierteWiederkehrperiode aufweist,mussdarauf hingewiesenwerden, dassmit demretrospektivenCharakterdieser Festlegungnur sehrbedingt auf signifikanteÄnderungenderMagnitudeundFrequenzvonSchadensereignissen eingegangen werden kann. Daher wäre gegebenenfalls ein Überdenken des »Bemessungsereignisses« notwendig, um mittel- bis langfristig das derzeit existierendeSicherheitsniveauzuhalten. ÄhnlicheEinschränkungensind inHinblickauf eineprogressiveSiedlungs- entwicklung gültig. Hier kann über einen risikobasiertenAnsatz eine Lösung angebotenwerden.Dasheißt,dassdieerrichtetenSchutzmaßnahmenzueinem definierten (akzeptablen) Restrisiko führen (vgl.ÖGG, 2014), das auf das be- stehendeSchadenspotentialabgestellt ist.WirddurchdieSiedlungsentwicklung dasSchadenspotential erhöht,müssenbeiderÜberschreitungdesakzeptablen RestrisikosdiebestehendenSchutzmaßnahmenentsprechendnachgezogenund verbessert werden.Hierzuwäre jedochbei allen Schutzprojekten eine Ermitt- lung des nach Realisierung derMaßnahmen bestehenden Restrisikos durch- zuführen.Dies ist derzeit inÖsterreichnur inAusnahmefällengegeben. SteinschlagundFelssturz454 Open-Access-Publikation im Sinne der CC-Lizenz BY-NC-ND 4.0
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ExtremA 2019 Aktueller Wissensstand zu Extremereignissen alpiner Naturgefahren in Österreich
Titel
ExtremA 2019
Untertitel
Aktueller Wissensstand zu Extremereignissen alpiner Naturgefahren in Österreich
Autoren
Thomas Glade
Martin Mergili
Herausgeber
Katrin Sattler
Verlag
Vandenhoeck & Ruprecht GmbH & Co
Datum
2020
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY-NC-ND 4.0
ISBN
978-3-7370-1092-4
Abmessungen
15.5 x 23.2 cm
Seiten
778
Kategorie
Geographie, Land und Leute
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