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ExtremA 2019 - Aktueller Wissensstand zu Extremereignissen alpiner Naturgefahren in Österreich
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© 2020, Vandenhoeck & Ruprecht GmbH & Co. KG, Göttingen ISBN Print: 9783847110927 – ISBN E-Lib: 9783737010924 wennBäumeallein aufgrundder physiologischenEffekte vonTrockenheit ab- sterben können, sind doch sehr häufig sekundären Schadorganismen an der Mortalität beteiligt und führen zu einer beträchtlichenBeschleunigung punk- tuelleraberauchflächigerMortalitätundallgemeineinemVerlustderResilienz (Klein, 2015). 25.4 SchutzwaldundNaturgefahren 25.4.1 SchutzwaldundHochwasser SchonEngler(1919)erkanntedieWirkungvonWaldvegetationalseinzentrales ElementderDämpfungvonHochwasserspitzeninalpinenEinzugsgebieten.Die Ursachen fürdieHochwasserkatastrophen imfrühen19. Jh. sindauchamBei- spielderOsttirolerHochwasserkatastrophe1965/66erkennbarundsinddamals wieheutebegründetdurch: 1)Gering bewaldete Wildbacheinzugsgebiete mit ungenügender Wasserzu- rückhaltung, 2) StarkenoberflächlichenAbflussderNiederschlägeaufdendurchWaldweide verdichtetenBöden, 3)Ausplenterung (Plünderung) von Schutz- und Bannwäldern auf labilen Standorten, 4)AbsenkungderWaldgrenze. Je nach Baumart werden zwischen 4 und 6mm je Niederschlagsereignis im Kronenraum zurückgehalten. Viel wichtiger als dieser Kronenrückhalt ist je- dochdasBrechenderkinetischenEnergiedesNiederschlagesdurchdieWald- vegetation. Bei Starkregenereignissen werden die mit hoher Geschwindigkeit auftreffendenTropfendosiertüberdasKronendach,eineeventuellvorhandene Zwischenschicht, Bodenvegetation und Humusablage in den Mineralboden abgeleitet;eventuellauftretenderOberflächenabflusswirdaufgrunddervielfach rauerenOberflächedeutlichverzögert(Markartetal.,2017).Waldvegetationist daher als die bestmöglicheVegetationsform in Bezug auf Abfluss- und Erosi- onsprozesseanzusehen (Pichler, 2018). Auswertungen der Beregnungsdatenbank des BFW–diese enthält mittler- weile Ergebnisse von ca. 400 Beregnungsversuchen in ca. 40 Regionen bzw. GebietendesOstalpenraumes – belegen eine deutlich geringereAbflussdispo- sitionaufWaldstandorteninRelationzuanderenLandbedeckungsformen(z.B. Grünland, Acker oder Brache) bei vergleichbaren Bodenverhältnissen. Diese Waldwirkungen werden auch durch Ergebnisse anderer Untersuchungen be- stätigt (z.B.Bunzaet al., 1996;Nordmann,2011). SchutzwaldundNaturgefahren 635 Open-Access-Publikation im Sinne der CC-Lizenz BY-NC-ND 4.0
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ExtremA 2019 Aktueller Wissensstand zu Extremereignissen alpiner Naturgefahren in Österreich
Titel
ExtremA 2019
Untertitel
Aktueller Wissensstand zu Extremereignissen alpiner Naturgefahren in Österreich
Autoren
Thomas Glade
Martin Mergili
Herausgeber
Katrin Sattler
Verlag
Vandenhoeck & Ruprecht GmbH & Co
Datum
2020
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY-NC-ND 4.0
ISBN
978-3-7370-1092-4
Abmessungen
15.5 x 23.2 cm
Seiten
778
Kategorie
Geographie, Land und Leute
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