Web-Books
im Austria-Forum
Austria-Forum
Web-Books
Geschichte
Chroniken
Die Familien-Fideikommissbibliothek des Hauses Habsburg-Lothringen 1835–1918 - Metamorphosen einer Sammlung
Seite - 139 -
  • Benutzer
  • Version
    • Vollversion
    • Textversion
  • Sprache
    • Deutsch
    • English - Englisch

Seite - 139 - in Die Familien-Fideikommissbibliothek des Hauses Habsburg-Lothringen 1835–1918 - Metamorphosen einer Sammlung

Bild der Seite - 139 -

Bild der Seite - 139 - in Die Familien-Fideikommissbibliothek des Hauses Habsburg-Lothringen 1835–1918 - Metamorphosen einer Sammlung

Text der Seite - 139 -

DIE PRIVATBIBLIOTHEK FERDINANDS IN PRAG 1850–1875 139 Prag zu entsenden, um die anste- henden Tätigkeiten zu koordinieren. Franz Joseph möge die von seiner Seite beabsichtigten Bau- und Re- novierungsmaßnahmen mitteilen, damit Ferdinand anschließend seine darüber hinausgehenden Wünsche anmelden könne. Der abgedankte Monarch habe etwa die Vergröße- rung des Schlossgrabens im Sinn, damit Spaziergänge bis zum Georgs- tor möglich würden, oder die Errich- tung eines Glashauses für „warme und kalte Pflanzen“. Zur Realisie- rung des letztgenannten Projekts erbitte man die Anhersendung des Hofgärtners Franz Antoine (d. J.) und zugleich um die Erlaubnis, „die zur ersten Einrichtung nöthigen Pflanzen aus dem Basteigarten in Wien und dem Garten in Schönbrunn“ nehmen zu dürfen, „für welche beide Seine Majestät während Seiner Regierung so viel gethan hat“.481 Parallel zur Wohnsitzfrage ist auch die weitere Organisation des gemein- samen Hofstaats zu thematisieren, da Ferdinand gleich nach seiner Abdan- kung den Wunsch geäußert hatte, seinen von jenem Franz Josephs zu tren- nen. Offiziell wurde der Prager Hof ja vom Hof Franz Josephs mitverwaltet und die Beamten waren nur zur (besonderen) Dienstleistung bei Ferdinand abgestellt, was zu Kompetenzkonflikten Anlass gab und in der Folge zu Machtkämpfen geführt hätte. Aus diesem Grund datiert der diesbezügliche Befehl des neuen Kaisers an seinen Obersthofmeister Fürst Liechtenstein wegen Einleitung der hierzu notwendigen Verhandlungen bereits vom 5. De- zember 1848.482 Wenig später erläutert Obersthofmeister Graf Brandis die Vorstellungen Ferdinands. Um der kaiserlichen Würde zu entsprechen, die er sich anlässlich der Thronentsagung ausbedungen hatte, sollte sein Hof- staat in der damaligen Größe mit einigen wenigen Ausnahmen und Abände- rungen bestehen bleiben und die Beamten auch keine Gehaltsschmälerun- gen erfahren, was jährliche Ausgaben von 69.763 fl. 24 kr. C.M. verursachen würde. Darüber hinaus werde eine Pauschalsumme zur Bestreitung aller 481 Wien, ÖStA, HHStA, OMeA, Kt. 594, Rubr. 130/1, Schreiben vom 08.02.1850. 482 Wien, ÖStA, HHStA, OMeA, Kt. 594, Rubr. 130/1. Abb. 13: Allegorie auf die Regierungs- übergabe 1848 Publikation im Sinne der CC-Lizenz BY 4.0
zurück zum  Buch Die Familien-Fideikommissbibliothek des Hauses Habsburg-Lothringen 1835–1918 - Metamorphosen einer Sammlung"
Die Familien-Fideikommissbibliothek des Hauses Habsburg-Lothringen 1835–1918 Metamorphosen einer Sammlung
Titel
Die Familien-Fideikommissbibliothek des Hauses Habsburg-Lothringen 1835–1918
Untertitel
Metamorphosen einer Sammlung
Verlag
Böhlau Verlag
Ort
Wien
Datum
2021
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY 4.0
ISBN
978-3-205-21308-6
Abmessungen
17.4 x 24.5 cm
Seiten
1073
Kategorien
Geschichte Chroniken
Web-Books
Bibliothek
Datenschutz
Impressum
Austria-Forum
Austria-Forum
Web-Books
Die Familien-Fideikommissbibliothek des Hauses Habsburg-Lothringen 1835–1918