Web-Books
im Austria-Forum
Austria-Forum
Web-Books
Geschichte
Chroniken
Die Familien-Fideikommissbibliothek des Hauses Habsburg-Lothringen 1835–1918 - Metamorphosen einer Sammlung
Seite - 230 -
  • Benutzer
  • Version
    • Vollversion
    • Textversion
  • Sprache
    • Deutsch
    • English - Englisch

Seite - 230 - in Die Familien-Fideikommissbibliothek des Hauses Habsburg-Lothringen 1835–1918 - Metamorphosen einer Sammlung

Bild der Seite - 230 -

Bild der Seite - 230 - in Die Familien-Fideikommissbibliothek des Hauses Habsburg-Lothringen 1835–1918 - Metamorphosen einer Sammlung

Text der Seite - 230 -

DREI KAISER – DREI BIBLIOTHEKEN230 „Ad 5. Ich bin damit einverstanden, nur müßten Sie mir sagen, wie das am besten einzuleiten wäre. Ich [Becker] erlaube nur zu bemerken, dass ich den Punct im Einvernehmen mit dem Herrn Staatsrath [Braun] in einer beson- dern Eingabe erläutern werde, womit Seine Majestät einverstanden waren. Ad 6. Kann geschehen. Besprechen Sie sich mit Staatsrath Braun und entwer- fen Sie eine Instruction, die dann dem Grafen Beust zur weitern Behandlung übergeben wird. Ad 7. Da muß an den Kaiser Ferdinand gegangen werden, das wird durch Staatsrath Braun geschehen und keinen Anstand haben. – Auf die Frage, was es mit dieser Summe für eine Bewandtnis habe, erzählte ich die im Bericht kurz gefassten Umstände ausführlich, zur nicht geringen Erheiterung Seiner Majestät. Ad 8. Das versteht sich von selbst, dass Sie mit den Doubletten, wenn dies zum Vortheile der Bibliothek geschieht, nach Gutdüncken verfahren dürfen, sowol mit Tausch als mit Verkauf. Ad 9. Mit dem Vorgang bei der Wahl und dem Ankauf von Büchern bin ich einverstanden. Für die Pflege der Jagd- und Forstliteratur kann nach Ihrem Antrage gesorgt werden. Der Realcatalog, so wie die Probe vorliegt, scheint mir ganz entsprechend, ein kleineres Format würde ihn weniger übersichtlich machen. Sorgen Sie nur dass mit dem Druck bald begonnen werden kann.“725 Am 10. März 1871 erhält Becker die kaiserliche Resolution auch auf offiziel- lem Wege über die Kabinettskanzlei mitgeteilt.726 Die Resultate müssen auf ihn bestätigend gewirkt haben. Die Unterstützung des Kaisers ist ihm – so scheint es – sicher, kann Franz Joseph doch die Realisierung seines ehrgei- zigsten Projektes, den gedruckten Realkatalog, offenbar selbst kaum erwar- ten. 5.6.4 Die Privatbibliothek Franz Josephs als neue Herausforderung Die Bemerkungen zur franzisko-josephinischen Privatbibliothek im Zu- standsbericht und Arbeitsprogramm Beckers sind die bislang ältesten Nach- richten zu diesem Bestand. Bisherige Forschungen dazu beschränken sich auf den 2016 erschienenen quellenbasierten Beitrag der derzeit zuständigen Bibliothekarin für die Fideikommissbibliothek, Michaela Ortner.727 Ihre Ursprünge sind weiterhin unbekannt. Sollten für den Unterricht Franz Josephs und den seiner Geschwister nicht überhaupt und ausschließ- 725 FKBA27004, fol. 1v–2r. 726 Ebenda, fol. 3–6. 727 Ortner, Privatbibliothek. Publikation im Sinne der CC-Lizenz BY 4.0
zurück zum  Buch Die Familien-Fideikommissbibliothek des Hauses Habsburg-Lothringen 1835–1918 - Metamorphosen einer Sammlung"
Die Familien-Fideikommissbibliothek des Hauses Habsburg-Lothringen 1835–1918 Metamorphosen einer Sammlung
Titel
Die Familien-Fideikommissbibliothek des Hauses Habsburg-Lothringen 1835–1918
Untertitel
Metamorphosen einer Sammlung
Verlag
Böhlau Verlag
Ort
Wien
Datum
2021
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY 4.0
ISBN
978-3-205-21308-6
Abmessungen
17.4 x 24.5 cm
Seiten
1073
Kategorien
Geschichte Chroniken
Web-Books
Bibliothek
Datenschutz
Impressum
Austria-Forum
Austria-Forum
Web-Books
Die Familien-Fideikommissbibliothek des Hauses Habsburg-Lothringen 1835–1918