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Die Familien-Fideikommissbibliothek des Hauses Habsburg-Lothringen 1835–1918 - Metamorphosen einer Sammlung
Seite - 233 -
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Seite - 233 - in Die Familien-Fideikommissbibliothek des Hauses Habsburg-Lothringen 1835–1918 - Metamorphosen einer Sammlung

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DIE FIDEIKOMMISSBIBLIOTHEK UND DIE PRIVATBIBLIOTHEK FRANZ JOSEPHS 233 an allerhöchster Stelle zur Kenntnis zu bringen. Mittlerweile habe man eine übersichtliche und möglichst objektschonende Aufstellung zuwege gebracht, soweit dies die vorhandenen Kästen zugelassen hätten. „Allein damit ist noch bei weitem nicht das gethan, was nach meiner Ansicht der Würde des Institutes entspricht, welches den kaiserlichen Namen führt und zur Aufbewahrung jener Erzeugnisse der Literatur und Kunst bestimmt ist, welche dem kaiserlichen Herrn als Geschenke überreicht und von aller- höchstdemselben der Annahme gewürdigt wurden.“732 Bis das Raumproblem durch ein angemessenes neues Quartier gelöst wer- den könne, bittet Becker für die Einbindung der broschierten Werke, den Ankauf neuer Portefeuilles für die Widmungsschriften und schlussendlich zur Komplettierung von nur in einzelnen Jahrgängen vorhandenen Perio- dika um eine eigene jährliche Dotation von 600 fl. aus der Privatkasse Franz Josephs. Beckers abschließenden Bemerkungen gelten dem Personal und dem Um- stand, dass „keiner der Bibliotheksbeamten, auch den Vorstand nicht aus- genommen, nach dem Wortlaut ihrer Anstellungsdecrete zu einer Dienst- leistung für die allerhöchste Privatbibliothek verpflichtet ist“. Selbst die vorhandenen Schriftstücke würden keine solche Anweisung enthalten, zu- mal dies bei der bisherigen Größe der Sammlung auch nicht notwendig ge- wesen wäre. Da durch die Abgabe der Bücher aus der Hofbibliothek und in- folge Beckers Engagement erhebliches Wachstum zu erwarten ist, bittet der Bibliotheksvorsteher, dass seine sowie die Zuständigkeit der Angestellten auch für diesen Sammlungsbereich offiziell ausgesprochen werde.733 Die die Privatbibliothek Franz Josephs explizit betreffenden Anträge des Arbeitsprogramms lauten: 1.) die in den kaiserlichen Appartements, Schlös- sern, Jagdhäusern etc. befindlichen Bücher und literarischen Erscheinungen mögen „als Bestandtheile allerhöchst Ihrer Privatbibliothek betrachtet“ und in genaue Evidenz hinsichtlich ihres Aufstellungsortes gebracht werden. An- käufe für diese externen Handbibliotheken sollen, sofern sie nicht ohnehin durch die Privatbibliothek geschehen, dieser durch Mitteilung der Titel und des Standorts der Werke zur Kenntnis gebracht werden. Die für den Kaiser bezogenen Zeitungen und illustrierten Blätter mögen nach Gebrauch an die Privatbibliothek abgegeben werden; 2.) eine jährliche Pauschaldotation von 600 fl. ö.W. soll den finanziellen Bedürfnissen gerecht werden; 3.) den Beam- 732 Ebenda, pag. 51f. 733 Ebenda, pag. 47–54. Publikation im Sinne der CC-Lizenz BY 4.0
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Die Familien-Fideikommissbibliothek des Hauses Habsburg-Lothringen 1835–1918 Metamorphosen einer Sammlung
Titel
Die Familien-Fideikommissbibliothek des Hauses Habsburg-Lothringen 1835–1918
Untertitel
Metamorphosen einer Sammlung
Verlag
Böhlau Verlag
Ort
Wien
Datum
2021
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY 4.0
ISBN
978-3-205-21308-6
Abmessungen
17.4 x 24.5 cm
Seiten
1073
Kategorien
Geschichte Chroniken
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