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Die Familien-Fideikommissbibliothek des Hauses Habsburg-Lothringen 1835–1918 - Metamorphosen einer Sammlung
Seite - 300 -
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DREI KAISER – DREI BIBLIOTHEKEN300 teilung nun lediglich mit der „Soovárer Salzquote“ von jährlich 300.000 fl. dotiert sei. „Nach dieser allerunterthänigst dargestellten und Allerhöchst genehmigten Begleichung würde die Privatcasse Allerhöchst Seiner Majes- tät des Kaisers Ferdinand definitiv abgesondert erscheinen.“972 Nun vergeht über ein Jahr bis Fondskassen-Direktor Scharff die Anträge Ende Septem- ber 1851 an Ferdinand übermittelt. Dieser stimmt der „Ausgleichung zwi- schen Meiner Privatkasse und jener Meines Regierungsnachfolgers“ in der vorgeschlagenen Weise zu, wonach dem abgedankten Monarchen mit Ende Juli 1851 ein Guthaben von 40.275 fl. 5 kr. C.M. verbleibt. Er verfügt jedoch zugleich: „Mehrfache Rücksichten bestimmen Mich, die Auszahlung der in dem beilie- genden Ausweise verzeichneten Gehälter, Zulagen, Pensionen und Gnaden- gaben, ferner bei der Privatkasse in Wien zu belassen. Ich behalte Mir jedoch bevor, durch Meinen Obersthofmeister jene Beträge, welche ich an Meine Pri- vatkasse in Prag zu ziehen wünsche, von Fall zu Fall bezeichnen zu lassen.“973 Ferdinand zeigt sich auch bereit, „den mit diesen Geschäften von jetzt an betrauten Beamten der Privatkasse [in Wien] angemessene Besoldungen zu bewilligen“.974 Bereits ein Jahr später wird die Praktikabilität zweier ferdinandeischer Privatkassen (in Wien und Prag) offensichtlich, als die Abhandlung des Tes- taments Kaiser Franz I. von der eigens dafür eingesetzten Kommission ab- geschlossen wird. Ferdinand schreibt nach Wien: „Lieber Hofrath Ritter von Scharff! Uiber Ihren Vortrag vom 9. Februar laufenden Jahres habe Ich Meinem Se- kretär Franz Geringer aufgetragen, sich bei Ihnen zu melden, Ihnen die im Entwurfe vorgelegte Quittung über den Mir gebührenden Antheil an dem so- gleich theilbaren Erbschaftsvermögen […], mit Meiner Fertigung versehen, zu übergeben und jenen Betrag dieses Vermögens, welcher zur Ausfolgung geeignet ist, zu übernehmen. Die von dem untheilbaren Vermögen für Meine Rechnung abfallenden Nut- zungen sind in dem vorgeschriebenen Monats-Ausweise jederzeit ersichtlich zu machen. Dasselbe hat auch rücksichtlich der von dem Gute Weinzierl, so wie von den Fideikommiß-Gütern St. Leonhard und Wolfpassing eingehenden 972 Ebenda. 973 Wien, ÖStA, HHStA, GdPFF Ä.R., Kt. 11, Fasz. „Ausgleichung der Privatkassen“, 421/1850. Schreiben vom 31.10.1851. 974 Ebenda. Publikation im Sinne der CC-Lizenz BY 4.0
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Die Familien-Fideikommissbibliothek des Hauses Habsburg-Lothringen 1835–1918 Metamorphosen einer Sammlung
Titel
Die Familien-Fideikommissbibliothek des Hauses Habsburg-Lothringen 1835–1918
Untertitel
Metamorphosen einer Sammlung
Verlag
Böhlau Verlag
Ort
Wien
Datum
2021
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY 4.0
ISBN
978-3-205-21308-6
Abmessungen
17.4 x 24.5 cm
Seiten
1073
Kategorien
Geschichte Chroniken
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