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Die Familien-Fideikommissbibliothek des Hauses Habsburg-Lothringen 1835–1918 - Metamorphosen einer Sammlung
Seite - 328 -
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DREI KAISER – DREI BIBLIOTHEKEN328 Obwohl Becker mit Ausnahme der aktiven Gehälter und Pensionen (I u. II) für die Auslagen aller übrigen Rubriken (Rechnungskreise) Rechenschaft ablegen muss, ist er nur für die penible Buchführung jener Gelder verant- wortlich, die er selbst zu verwalten hat. Dies sind die unter Rubrik III sub- summierten Ausgaben von 2.400 fl. (ehemalige Dotation für Handauslagen, die, seit 1876 auf monatlich 200 fl. erhöht, aus der Fideikommisskasse be- zahlt werden) sowie die separat (nicht als eigene Rubrik) geführten Rabatt- gelder.1062 Mit erstgenannter Dotation werden neben den Honoraren für Swieceny und Pino-Friedenthal vorrangig Kanzleiausgaben, das Postporto und Reinigungsausgaben beglichen, aber beispielsweise auch der Amtska- lender, die Mitgliedschaften bei diversen Vereinen (Altertumsverein, Adler, Alpenverein) und kleinere Ankäufe bezahlt. Dass das Budget für diesen Aus- gabenkreis relativ knapp bemessen war, zeigt sich im April 1877, als der Architekt Josef Kaiser als Ersatz für den erkrankten Kustos Post um mo- natliche 50 fl. zunächst provisorisch Verwendung findet. Bereits Anfang Juli bittet Becker um einen Vorschuss von drei Monatszahlungen (150 fl.) um Kaiser bezahlen zu können.1063 An Rabattgeldern nimmt man 1876 – für die Zeit davor liegen keine Aufzeichnungen vor – 79 fl. 28 kr. ein, von denen 74 fl. 50 kr. für Porträts (u. a. von Kriehuber) ausgegeben werden.1064 Von Beckers noch 1872 vorgeschlagener Zweckwidmung dieser Ersparnis zur Umbindung defekter Werke und Einbindung von Nachlieferungen war man wohl zwischenzeitlich abgekommen.1065 Eine Geldquelle ist bei dieser Aufstellung noch außen vorgelassen wor- den. Nämlich jene Dotation von 600 fl., die Kaiser Franz Joseph für Anschaf- fungen für seine eigene Privatbibliothek aus seiner Privatkasse ab 1871 ge- währt hatte. 1876 war sie auf Beckers Bitten hin (für die Komplettierung der übernommenen Bücher Ferdinands und die Adjustierung seiner Kunst- blätter) einmalig auf 3.000 fl. mit der Auflage aufgestockt worden, zunächst das Kassaguthaben (1.867 fl. 47 kr.) aufzubrauchen. Mitte März 1877 ist diese Auflage bis auf 45 Kreuzer erfüllt. Becker reicht die Abrechnung darü- ber samt Belegsammlung bei der Fondskassen-Direktion ein.1066 Die meiste 1062 „Rechnungsausweis über die monatliche Dotation für k. k. Familien-Fideikommiss- und Privat-Bibliothek S.M. des Kaisers für das Jahr 1876“, eingereicht am 05.01.1877, FKBA28049 (Belege fehlen); „Verrechnung der Rabattgelder der k. k. Familien & Privat Bibliothek Seiner Majestät des Kaisers im Jahre 1876“, FKBA28048. 1063 FKBA28073. 1064 FKBA28048. 1065 Vgl. dazu Anm. 1047. 1066 FKBA28080. Neben einer Rechnung des Wiener bürgerlichen Tischlers Josef Spalek und einigen Buchhändlerrechnungen (Prager Hofbuchhändler Kosmack & Neugebauer, Wie- ner Buchhandlungen Karl Czermak sowie L. W. Seidel & Sohn, Francesco Vallardi [Mai- Publikation im Sinne der CC-Lizenz BY 4.0
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Die Familien-Fideikommissbibliothek des Hauses Habsburg-Lothringen 1835–1918 Metamorphosen einer Sammlung
Titel
Die Familien-Fideikommissbibliothek des Hauses Habsburg-Lothringen 1835–1918
Untertitel
Metamorphosen einer Sammlung
Verlag
Böhlau Verlag
Ort
Wien
Datum
2021
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY 4.0
ISBN
978-3-205-21308-6
Abmessungen
17.4 x 24.5 cm
Seiten
1073
Kategorien
Geschichte Chroniken
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Die Familien-Fideikommissbibliothek des Hauses Habsburg-Lothringen 1835–1918