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Die Familien-Fideikommissbibliothek des Hauses Habsburg-Lothringen 1835–1918 - Metamorphosen einer Sammlung
Seite - 411 -
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Seite - 411 - in Die Familien-Fideikommissbibliothek des Hauses Habsburg-Lothringen 1835–1918 - Metamorphosen einer Sammlung

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ANHANG 411 falt zugewendet, was sich wol [sic] mit dem Ausfall an materiellen Mitteln entschuldigen lässt. Man beschränkte sich beim Ankauf auf wenige größere Werke und pflegte, so weit sie Österreich betrafen, mehr die Specialkar- ten, von ausländi[pag. 29]schen Erzeugnissen meist Generalkarten. Leider wurde dabei wenig öconomisch verfahren, indem man z B. für die Publi- cationen des k k österreichischen General-Quartiermeisterstabes, die für ein gutes Wort unentgeltlich wären zu haben gewesen, den um den Rabatt vergrößerten Kunsthändlerpreis zahlte. Dass auf den wissenschaftlichen Wert der Erzeugnisse oder auf die Ergebnisse der fortschreitenden Erfor- schung einzelner Erdtheile dabei besonders Rücksicht genommen worden wäre, kann ich nicht bemerken. Gegenüber der spärlich vertretenen neuern [sic] Literatur ist die Sammlung an älteren wichtigen Kartenwerken reich und insofern für die Wissenschaft bedeutsam. Bei dem ältern [sic] Theile der Kartensammlung wurde auf die Adjustierung viel Sorgfalt verwendet. Die Karten sind, wo mehrere zusammengehören, in einen [sic] bequemen Band vereinigt, oder einzeln auf Leinwand gezogen und in einem Schuber verwahrt. Das lässt sich von den neu angekauften Karten nicht sagen. Ich fand sie in den für sie bestimmten Räumen theils zusammengerollt, theils ohne weitern [sic] Schutz gegen den unabwendbaren Staub aufeinanderge- legt, was höchstens durch die Meinung zu entschuldigen wäre, dass sie zum Handgebrauche nicht benutzt worden, aber vom bibliothekarischen Stand- puncte nicht statthaft ist. Um an der Kartensammlung, wie sie jetzt besteht, die mangelnde Adjustierung nachzuholen, wird ein Betrag von 500 fl. für Buchbinderarbeit kaum hinreichen. Und dennoch muss ich im Interesse [pag. 30] der Ordnung und Nettigkeit, die namentlich eine kaiserliche Fa- milienbibliothek zeigen soll, einen großen Wert darauf legen, dass diesem Übelstand in der kürzesten Zeit begegnet wird. Die Kunstsammlung Abgesehen von den zahlreichen und großentheils wertvollen Illustrationen, welche die Familienbibliothek innerhalb ihrer aufgestellten Bände ent- hält – es sind die vorzüglichsten Gemäldegallerien [sic] durch Nachbildung in Kupfer- Stahl- oder Steindruck, viele Museen von antiken und modernen Sculpturwerken in Kupferstich, die schönsten Fresken aus der italienischen Kunstperiode, die namhaftesten Kunstwerke der Architectur und einzelne Werke berühmter Meister in Monographien vertreten – wurde schon seit Gründung der Bibliothek die Kunst in einzelnen Richtungen besonders ge- pflegt, so dass die Sammlung nach jeder Richtung in der Folge der Zeit, na- mentlich durch die besondere Vorliebe weiland Seiner Majestät des Kaisers Franz eine größere Ausbreitung und – man kann sagen – eine selbständige Bedeutung erhielt. So entwickelte sich allmählich die mit der Bibliothek ver- Publikation im Sinne der CC-Lizenz BY 4.0
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Die Familien-Fideikommissbibliothek des Hauses Habsburg-Lothringen 1835–1918 Metamorphosen einer Sammlung
Titel
Die Familien-Fideikommissbibliothek des Hauses Habsburg-Lothringen 1835–1918
Untertitel
Metamorphosen einer Sammlung
Verlag
Böhlau Verlag
Ort
Wien
Datum
2021
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY 4.0
ISBN
978-3-205-21308-6
Abmessungen
17.4 x 24.5 cm
Seiten
1073
Kategorien
Geschichte Chroniken
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