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Die Familien-Fideikommissbibliothek des Hauses Habsburg-Lothringen 1835–1918 - Metamorphosen einer Sammlung
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KAISERLICHES INSTITUT UND ERINNERUNGSRAUM Die k. (u.) k. Familien-Fideikommissbibliothek 1878–1914 Rainer Valenta Vorbemerkung Der rund dreieinhalb Jahrzehnte umfassende Zeitraum vor dem Ersten Weltkrieg, der im nachfolgenden Beitrag untersucht werden soll, war wohl die vielgestaltigste und entwicklungsreichste Periode, die die zur Familien- Fideikommissbibliothek des Hauses Habsburg-Lothringen vereinigten Sammlungen durchlaufen haben. Während dieser Zeit hat sich der Prozess der Institutionalisierung der Bibliothek intensiviert und er war damals in gewisser Weise auch zum Abschluss gelangt. Es ist immer schwierig, die Komplexität solcher Vorgänge mit wenigen Punkten zu erfassen, doch als wichtigste Aspekte der Transformation können zweifellos die Verankerung im System der Verwaltungs- und Kulturinstitutionen der Monarchie, die Partizipation am kulturellen Leben der Epoche und die „Erfindung“ der ei- genen Identität als Ort des kulturellen Gedächtnisses der Herrscherdynastie und der Monarchie genannt werden. Um einen häufig benutzten Ausdruck für die Zeitspanne rund um die Jahrhundertwende zu verwenden, deren ebenso dekadente wie kulturell reichhaltige und faszinierende Züge nicht allein den äußeren Rahmen für unsere Erzählung abgeben, sondern sich im Mikrokosmos der Sammlung gleichsam objektivieren, könnte man sagen: Die Zeit von 1878 bis 1914 war die Belle Époque der Fideikommissbibliothek. Die zeitlichen Grenzen meines Beitrages werden durch die Übergabe des Fideikommisses an Kaiser Franz Joseph und den Ausbruch des Ersten Welt- krieges markiert. Wie so oft lastet einer solchen Periodisierung ein gewisses Maß an Willkür an. Der Zeitabschnitt besitzt zwar aufgrund von spezifi- schen Phänomenen und Entwicklungen einen sehr eigentümlichen Charak- ter, der ihn von den Perioden davor und danach deutlich absetzt; doch die Übergänge sind freilich fließend oder sie vollziehen sich wenigstens in meh- reren zeitlich und sachlich trennbaren Schritten. Mit dem gleichen Recht hätte man den Amtsantritt von Bibliotheksdirektor Becker (1869) aufgrund des damit einhergehenden Schubes an Innovationen an den Beginn und den Tod des Kaisers oder gar den Untergang der Monarchie an das Ende setzen können. Aufgrund des enormen Umfangs an Quellenmaterial und Themen und der daraus resultierenden Komplexität der Entwicklung, war es jedoch geboten, den zeitlichen Rahmen einzuschränken. Dennoch war es notwen- Publikation im Sinne der CC-Lizenz BY 4.0
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Die Familien-Fideikommissbibliothek des Hauses Habsburg-Lothringen 1835–1918 Metamorphosen einer Sammlung
Titel
Die Familien-Fideikommissbibliothek des Hauses Habsburg-Lothringen 1835–1918
Untertitel
Metamorphosen einer Sammlung
Verlag
Böhlau Verlag
Ort
Wien
Datum
2021
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY 4.0
ISBN
978-3-205-21308-6
Abmessungen
17.4 x 24.5 cm
Seiten
1073
Kategorien
Geschichte Chroniken
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