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Die Familien-Fideikommissbibliothek des Hauses Habsburg-Lothringen 1835–1918 - Metamorphosen einer Sammlung
Seite - 555 -
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BIBLIOTHEKSGESCHICHTE 555 an der Hand der beschreibenden Zettel bereits begonnen habe.“469 Doch die Arbeiten gestalteten sich vermutlich schwieriger, als man zunächst dachte. Becker vermerkt dazu: „Schon zu Beginn der Arbeit zeigte sich die Mangelhaftigkeit und Unzuverläs- sigkeit der vorhandenen alten Kataloge, da sowohl bezüglich der Bezeichnung der Identität der abgebildeten Persönlichkeiten als auch bezüglich der Künst- ler (Maler und Stecher) – die sehr oft handschriftlich auf den Bildern ver- zeichnet sind – vielfache Irrthümer constatiert wurden und rücksichtlich der Provenienz der Bilder – ob sie einer und welcher Collection sie entstammen – gar keine Notizen sich vorfanden. Da durch diese Erfahrung die genaueste Prüfung eines jeden einzelnen Blattes nach allen Richtungen hin geboten war, so gestaltete sich die Revision der Sammlung zu einer vollständigen Neubear- beitung nach dem jetzigen Stande der Forschung“470 Diese Aufgabe wäre umso erstrebenswerter, als „die Porträtsammlung der k. k. Familienfideicommissbibliothek von den bisher bekannten Porträtsammlungen die größte ist, ihr im Drucke zu erscheinender Katalog also ein Quellenwerk im wahrsten Sinne des Wortes werden soll, und auch von den interessierten Fachkreisen – wie der in tiefster Ehrfurcht Un- terzeichnete zu wiederholten Malen zu vernehmen Gelegenheit hatte – mit Spannung erwartet wird.“471 Der Bibliothekar betrachtete den Abschlussband seines Kataloges also an- scheinend nicht bloß als Bestandsverzeichnis einer Sammlung, sondern gera- dezu als Referenzwerk für Porträtnachweise. Die Bearbeitung war dann aber auch keine rein bibliothekarische Tätigkeit, „da in sehr vielen Fällen der Be- arbeiter von den sogenannten Hilfswerken ganz im Stiche gelassen wird und durch eigene Forschung in den geschichtlichen, biographischen und kunstge- schichtlichen Detailschriften sich erst die Kriterien zur genauen Fixierung des Gegenstandes sammeln muß.“472 Auf diese Weise wurden laut Becker im voran- gegangenen Jahr rund 4.000 Porträts bearbeitet. Bei einem anzunehmenden Bestand von weit über 100.000 Blättern kann man sich leicht ausmalen, wie 469 FKBA30111, fol. 4r; Es handelt sich wahrscheinlich um die sog. „Beetz-Kartei“, eine Samm- lung von Katalogzetteln zu den besagten Beständen, die bis in die Zeit Franz’ I. zurückrei- chen. 470 FKBA30111, fol. 4v. 471 FKBA30111, fol. 4v–5r. 472 FKBA30111, fol. 5r. Publikation im Sinne der CC-Lizenz BY 4.0
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Die Familien-Fideikommissbibliothek des Hauses Habsburg-Lothringen 1835–1918 Metamorphosen einer Sammlung
Titel
Die Familien-Fideikommissbibliothek des Hauses Habsburg-Lothringen 1835–1918
Untertitel
Metamorphosen einer Sammlung
Verlag
Böhlau Verlag
Ort
Wien
Datum
2021
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY 4.0
ISBN
978-3-205-21308-6
Abmessungen
17.4 x 24.5 cm
Seiten
1073
Kategorien
Geschichte Chroniken
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