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Die Familien-Fideikommissbibliothek des Hauses Habsburg-Lothringen 1835–1918 - Metamorphosen einer Sammlung
Seite - 599 -
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BIBLIOTHEKSGESCHICHTE 599 tinergang 1895 (9.526 K.), sehr gering war. Generaldirektor Chertek zeigte sich dementsprechend sehr zufrieden und gewährte hohe Remunerationen für Fischer und die drei Bibliotheksdiener. Erwähnt sei außerdem, dass der finanzielle Aufwand für die Übersiedelung dem Hofbaucomité überantwortet und schließlich auch aus Mitteln des Stadterweiterungsfonds bezahlt wurde. Argumentiert wurde dies von der Generaldirektion damit, dass der Bau der Neuen Burg und die dadurch bedingte Demolierung der alten Bibliotheks- räume der Grund für den Umzug waren.624 Im Rahmen der neuen Unterbringung der Bibliothek wurde auch die Ord- nung und Aufstellung der Bücher, wenigstens im Hinblick auf große und wichtige Bestände, systematisiert und verändert. So war es nun möglich „die für bibliothekarische Zwecke u. z. für alle Sammlungen dienenden Gruppen von Hilfswerken im Hochparterre nahe den Arbeitslocalitäten zur Aufstel- lung zu bringen.“ Ebenso wurde „die personale Literatur, zu welcher die Por- trätsammlung die Illustration bildet, aus dem ganzen Bestand der Biblio- thek concentriert und in einem größeren Local systematisch zur Aufstellung gebracht“. Und schließlich wurde auch „zur Aufnahme der Werke aus der Botanik und Gärtnerei nunmehr ein eigener großer Saal eingerichtet“. Für das Auffinden der Bücher an ihrem neuen Aufstellungsort wurde von Karpf ein Konkordanzinventar angelegt.625 1.5.3 Dritte Übersiedlung (1908) Dass die Aufstellung der Fideikommissbibliothek in den 1903 bezogenen Räumlichkeiten nicht von langer Dauer sein würde, hatte sich schon mit der Willensäußerung des Thronfolgers Franz Ferdinand angekündigt, einst im Parterre des Corps de logis seine Kunstsammlung aufstellen zu lassen. Doch auch abgesehen davon gab es für die Sammlung selbst einen Grund, eine baldige Änderung ihrer Unterbringung anzustreben: Anfang September 1904 berichtete Alois Karpf der Generaldirektion über Feuchtigkeitsschäden und Schimmelbildung an den Büchern in den Souterrainlokalitäten. Diese wandte sich daraufhin sogleich an das Obersthofmeisteramt und forderte mit Hinweis auf die im Oktober 1899 gegebene Zusicherung, dass die unte- ren Räumlichkeiten vollkommen trocken wären, sofortige Abhilfe. Zugleich gab man der Überzeugung Ausdruck, „daß die weitere Benützung der Sou- terrain-Localitäten für Bibliothekszwecke ausgeschlossen erscheint“.626 624 Wien, ÖStA, HHStA, GdPFF, S.R., Kt. 17,2, Z. 3466 ex. 1903. 625 FKBA36075, fol. 58v–59r. 626 Wien, ÖStA, HHStA, GdPFF, S.R., Kt. 17,2, Z. 3534 ex. 1904: Note der Generaldirektion an das Obersthofmeisteramt v. 11.09.1904. Publikation im Sinne der CC-Lizenz BY 4.0
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Die Familien-Fideikommissbibliothek des Hauses Habsburg-Lothringen 1835–1918 Metamorphosen einer Sammlung
Titel
Die Familien-Fideikommissbibliothek des Hauses Habsburg-Lothringen 1835–1918
Untertitel
Metamorphosen einer Sammlung
Verlag
Böhlau Verlag
Ort
Wien
Datum
2021
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY 4.0
ISBN
978-3-205-21308-6
Abmessungen
17.4 x 24.5 cm
Seiten
1073
Kategorien
Geschichte Chroniken
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