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Die Familien-Fideikommissbibliothek des Hauses Habsburg-Lothringen 1835–1918 - Metamorphosen einer Sammlung
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KAISERLICHES INSTITUT UND ERINNERUNGSRAUM624 geschickt715 und das scheint für eine Legefläche von 70 m2 doch zu wenig gewesen zu sein. Die Leihobjekte wurden am 7. August nach Graz und am 9. Oktober wieder zurück nach Wien gesendet.716 Am 10. Jänner 1881 erhielt Becker einen Brief vom „General-Comité der Landes-Ausstellung in Graz 1880“, mit dem ihm für seine Mitwirkung „zu dem erfreulichen Gelingen der Ausstellung“ offi ziell gedankt wurde. Auch in diesem Schreiben wird darauf hingewiesen, dass die Huldigungsadressen – „ein wesentlicher Anziehungs- punkt“ – „durch ihre gediegene und geschmackvolle Ausführung dem Kreise der Kunst industriellen vielfache Belehrung boten.“717 In diesen Zusammenhang gehört schließlich noch eine letzte Episode. Mitte Oktober 1880 wandte sich das Kuratorium des Mährischen Gewerbe- museums an das Oberstkämmereramt mit dem Ansuchen, „daß die dermal in Graz auf der Ausstellung befindlichen dem allerhöchsten Kaiserhause gehö- rigen Adreß-Enveloppen auf die Dauer von vier Wochen dem Mähr. Gewer- be-Museum zur Ausstellung überlassen werden.“718 Anscheinend beobachtet man hier den gleichen Domino-Effekt, wie zuvor konstatiert: Der Anstoß zur Durchführung einer spezifischen Objektschau geht von der Wahrnehmung einer gleichartigen, bereits realisierten Ausstellung aus. Die Motive des Mu- seums sind die altbekannten, nämlich „durch Vorführung mustergiltiger Vor- bilder die Geschmacksbildung im Allgemeinen zu fördern, insbesondere aber das Kunsthandwerk auf diesem Wege zur Nachahmung und zum Fortschritt anzueifern“.719 Laut eigener Einschätzung „war es namentlich die Buchbinde- rei und Galanteriewarenerzeugung, auf welche das Mähr. Gewerbe-Museum durch diesen Vorgang einen wohlthätigen Einfluß äußerte.“720 Erwähnt wird in diesem Zusammenhang, dass sich der vom mährischen Buchbinder Bela Tillmann hergestellte Enveloppe der Huldigungsadresse der Stadt Brünn „unter den wenigen für die Buchbinder-Ausstellung im k. k. oesterr. Museum ausgestellten Gegenständen dieser Art befand.“721 In diesem Fall war dem Antrag jedoch kein Erfolg beschieden. Becker mo- nierte in seinem Vortrag an die Kabinettskanzlei im Hinblick auf die beiden bereits durchgeführten Ausstellungen, dass die Fideikommissbibliothek die Kosten für die Überstellung der Huldigungsadressen nach Graz zu tragen hatte und dass beim Transport Schäden an den Objekten entstanden wären, 715 Ebenda, fol. 12r–v. 716 Ebenda, fol. 11r und 14r. 717 Ebenda, fol. 18r–v. 718 FKBA29077, fol. 1v. 719 Ebenda, fol. 1r. 720 Ebenda. 721 Ebenda, fol. 1v. Publikation im Sinne der CC-Lizenz BY 4.0
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Die Familien-Fideikommissbibliothek des Hauses Habsburg-Lothringen 1835–1918 Metamorphosen einer Sammlung
Titel
Die Familien-Fideikommissbibliothek des Hauses Habsburg-Lothringen 1835–1918
Untertitel
Metamorphosen einer Sammlung
Verlag
Böhlau Verlag
Ort
Wien
Datum
2021
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY 4.0
ISBN
978-3-205-21308-6
Abmessungen
17.4 x 24.5 cm
Seiten
1073
Kategorien
Geschichte Chroniken
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