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Die Familien-Fideikommissbibliothek des Hauses Habsburg-Lothringen 1835–1918 - Metamorphosen einer Sammlung
Seite - 693 -
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Seite - 693 - in Die Familien-Fideikommissbibliothek des Hauses Habsburg-Lothringen 1835–1918 - Metamorphosen einer Sammlung

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BIBLIOTHEK UND ÖFFENTLICHKEIT 693 nicht gebürend [sic!] anerkannt ist, wäre eine Zusammenstellung solcher Er- innerungen, die sich darauf beziehen und im Besitze Ihrer Bibliothek sind, äußerst dankbar.“966 Schnürer war nun ein wenig in der Bredouille. Einerseits wollte er zwei- fellos die Fideikommissbibliothek als das große habsburgische Gegenstück zu der Ausstellung der Hohenzollern-Bibliotheken präsentieren; anderer- seits musste er sich dem Gruppenzwang der österreichischen Abteilung un- terordnen. Diese Ambivalenz kommt deutlich in der Wortwahl jener Eingabe zum Ausdruck, mit der die Fideikommissbibliothek ihre Ausstellung auf der „Bugra“ bei der Generaldirektion beantragte, deren Konzept allerdings aus der Feder von Rudolf Payer von Thurn stammt: „Dieser Umstand [die Ausstellung der Hohenzollern-Bibliotheken] hat im Schoße der österreichischen Kommission den begreiflichen Wunsch erregt, der Hohenzollern-Abteilung, die sich hauptsächlich um die Person Friedrichs des Großen konzentrieren wird, als Mittelpunkt der österreichischen Abteilung der Gruppe ‚Bibliophilie‘ eine Darstellung der in weiteren Kreisen bisher so gut wie unbekannten Sammeltätigkeit Weiland Sr. M. des Kaisers Franz I. an die Seite zu stellen.“967 Die Ausstellung der Fideikommissbibliothek fand freilich trotz dieser irre- führenden Formulierung in den Räumlichkeiten des Österreich-Pavillons statt, wo ihr allerdings nur ein bescheidenes Raumangebot zur Verfügung stand. Dementsprechend war es geboten, sich auf einige wenige, jedoch symbolträchtige Objekte zu beschränken.968 Neben einem Exemplar des gedruckten Kataloges der Bibliothek und Fotografien mit zeitgenössischen Ansichten der Bibliotheksräume waren dies hauptsächlich Gegenstände, die die „Erinnerung“ an das Wirken Kaiser Franz’ II./I. evozieren sollten: einige charakteristische Einbände und Drucke aus seiner Zeit, die eigenhändigen Katalogisierungsarbeiten des Kaisers und einige Aktenstücke aus dem Jahr 1814, „welche das Interesse und die Fürsorge bekunden, die Kaiser Franz selbst während der Feldzüge in Frankreich seiner Bibliothek zugewendet hat“.969 Außerdem sollte ein Porträt des ersten Bibliothekars Peter Thomas Young und ein Band des von diesem konzipierten und in kalligraphischer Abschrift ausgeführten systematischen Kataloges970 zur Ausstellung ge- 966 Ebenda, fo. 12r–v. 967 Ebenda, fol. 13v. 968 Ebenda, fol. 14r–v; daraus die nachfolgenden Zitate. 969 Es handelt sich um die Akten FKBA01033 u. FKBA01038–FKBA01044. 970 Zu diesem siehe Huber-Frischeis/Knieling/Valenta, Privatbibliothek, 378–385. Publikation im Sinne der CC-Lizenz BY 4.0
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Die Familien-Fideikommissbibliothek des Hauses Habsburg-Lothringen 1835–1918 Metamorphosen einer Sammlung
Titel
Die Familien-Fideikommissbibliothek des Hauses Habsburg-Lothringen 1835–1918
Untertitel
Metamorphosen einer Sammlung
Verlag
Böhlau Verlag
Ort
Wien
Datum
2021
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY 4.0
ISBN
978-3-205-21308-6
Abmessungen
17.4 x 24.5 cm
Seiten
1073
Kategorien
Geschichte Chroniken
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