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Die Familien-Fideikommissbibliothek des Hauses Habsburg-Lothringen 1835–1918 - Metamorphosen einer Sammlung
Seite - 888 -
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KAISERLICHES INSTITUT UND ERINNERUNGSRAUM888 Geschichtsbild und Selbstverständnis […] zentralen Persönlichkeiten“ der meiste Raum zugesprochen wurde.1696 Was für die Hohenzollern Friedrich II. und Wilhelm I. waren, wurde bei den Habsburgern durch Maria Theresia und Franz Joseph I. verkörpert. Im Berliner Museum waren außerdem der in Preußen sehr populären Königin Luise (1776–1810) mehrere Säle gewid- met.1697 Bei dem geschilderten Raumkonzept muss es sich um die von Schnürer in einem Bericht an den Generaldirektor vom 4. Mai 1901 erwähnte, „erste von Eurer Excellenz genehmigte Anordnung der Räumlichkeiten“ gehandelt ha- ben (vgl. Abschnitt 1.5.2).1698 Dieser ausführliche Text wurde verfasst, um über einen geplanten Ankauf der Bibliothekskästen des Karmeliterklosters in der Leopoldstadt zu berichten. Da die Einrichtung der dortigen Biblio- thek vor dem Abriss der Klosterbauten zum Kauf angeboten wurde, erwog man ihre Aufstellung in den für die Fideikommissbibliothek vorgesehenen Räumlichkeiten in der Neuen Burg. Dies hätte jedoch, wie Schnürer fest- hält, „eine theilweise Verschiebung der ursprünglichen Eintheilung nöthig“ gemacht.1699 Die von ihm vorgeschlagene geänderte Raumfolge des Habs- burgermuseums betraf die drei mittleren Säle, während die beiden äußeren (Maria Theresia und Franz Joseph gewidmet) davon unberührt blieben. Das neue Konzept sah in dem besagten Bereich zwei zweifenstrige und einen ein- fenstrigen Saal vor, da die Aufstellung der Bibliothekskästen der Karmeliter einen Raum in der Größe der ersteren erforderte. Dieser Saal sollte dann dem „Zeitraum 1764 (Joseph II. Mitregent) bis 1792 (Tod Leopolds II.)“ ge- widmet sein; die als Mobiliar gedachten Bibliothekskästen der Karmeliter würden sich laut Schnürer auch deshalb gut für diesen Zweck eignen, da sie „wahrscheinlich eine seinerzeitige Donation Kaiser Leopold I. [sic!] an das Karmeliter-Kloster waren“.1700 Aufstellen wollte er darin die Bücherbestände des 18. Jahrhunderts, die sich stilistisch dafür eigneten. Den ebenfalls na- heliegenden Gedanken, die „Bibliotheca Habsburgica“ in den Rokokokäs- ten unterzubringen, lehnte Schnürer aus ästhetischen Erwägungen ab, da moderne Einbände und die – aus der gebotenen systematischen Aufstellung resultierende – Uneinheitlichkeit der Formate „in Kasten, die den Stilcha- rakter der Mitte und zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts tragen, und in 1696 Luh, Hohenzollern-Museum, 203. 1697 Lindenberg, Hohenzollern-Museum, 6–13, 17–22 u. 30–37. 1698 Wien, ÖStA, HHStA, GdPFF, S.R., Kt. 17, 2, Z. 1986 ex. 1901: Bericht Schnürers an die Genrealdirektion vom 04.05.1901, [pag. 1]. 1699 Ebenda. 1700 Ebenda, [pag. 3]. Publikation im Sinne der CC-Lizenz BY 4.0
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Die Familien-Fideikommissbibliothek des Hauses Habsburg-Lothringen 1835–1918 Metamorphosen einer Sammlung
Titel
Die Familien-Fideikommissbibliothek des Hauses Habsburg-Lothringen 1835–1918
Untertitel
Metamorphosen einer Sammlung
Verlag
Böhlau Verlag
Ort
Wien
Datum
2021
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY 4.0
ISBN
978-3-205-21308-6
Abmessungen
17.4 x 24.5 cm
Seiten
1073
Kategorien
Geschichte Chroniken
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