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Die Familien-Fideikommissbibliothek des Hauses Habsburg-Lothringen 1835–1918 - Metamorphosen einer Sammlung
Seite - 979 -
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DIE „K. U. K. FAMILIEN-FIDEIKOMMISSBIBLIOTHEK“ IM ERSTEN WELTKRIEG 979 Mit dem Abtransport hatte man schließlich bis zum Verstreichen der 10-jäh- rigen Schutzfrist abgewartet, auf welche sich Jaroslav Helfert – mittlerweile Sekretär des Mährischen Landesmuseums – in seinem Schreiben vom März 1920 bezog. Er verfügte im Namen aller Erben den baldigen Abtransport von 31 Kisten Korrespondenz und der „Sammlung Helfert“.244 Offensichtlich hätte der Abtransport der Sammlung Helfert durch den neuen Eigentümer stattfinden sollen. Nachdem sich kein Käufer gefunden hatte, wurde der Nachlass am 1. Juni 1920 der Familie Helfert in Brünn überstellt.245 Der Nachlass von Josef Alexander von Helfert, der auch dessen Tagebü- cher enthält, befindet sich heute im Mährischen Landesarchiv in Brünn.246 Die „Sammlung Helfert“ ging 1927 an das Marx-Engls-Institut in Moskau.247 Im Gegensatz zum Nachlass Helferts ließ man in einem anderen Fall we- niger Vorsicht bei den rechtlichen Vorkehrungen für die Verwahrung von Privatsammlungen walten. 1920 musste sich die Fideikommissbibliothek gegenüber Ansprüchen der Witwe des Kupferstechers und Kustos der Fidei- kommissbibliothek, Karl Borromäus Post, Maria Theresia Post, rechtferti- gen, welche „um die Rückstellung einer vollständigen Sammlung der Kupferstiche ihres Gatten (72 Blätter) sowie des Pausinger’schen Jagdalbums, welche sie angeb- lich im Jahre 1877 nach dem Ableben ihres Gatten auf Wunsch des Bibliotheks- direktors Hofrate Becker der Bibliothek ‚ohne Bezahlung übergeben um diese nirgends vorhandene Sammlung sicher aufzubewahren und Studienzwecken zugänglich zu machen‘.“248 In der Bibliothek herrschte ob eines derart weit zurückliegenden Ereignisses große Verwirrung. Keiner der aktiven Beamten hatte seine Arbeit bereits 1877 in der Fideikommissbibliothek verrichtet. Daher wandte sich Payer von Thurn als Direktor und Nachfolger Schnürers an seinen pensionierten Kol- legen, der zwar selbst erst 1884 in die Fideikommissbibliothek eingetreten war und daher angab, er habe von der Angelegenheit 244 FKBA46039, fol. 4r. 245 FKBA46039, fol. 12r–13r. 246 Moravský zemský archiv v Brně, G 44, Helfertovi (1812–1910). 247 Die „Sammlung Helfert“ mit ihren 5.000 Büchern, mehr als 10.000 Flugblättern bzw. mit einem Bestand an themenrelevanten Zeitungsartikeln wurde 1927 durch das Marx-En- gels-Institut in Moskau erworben. Vgl. Schiller, Marx-Engels-Institut, 421. 248 FKBA47009. Publikation im Sinne der CC-Lizenz BY 4.0
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Die Familien-Fideikommissbibliothek des Hauses Habsburg-Lothringen 1835–1918 Metamorphosen einer Sammlung
Titel
Die Familien-Fideikommissbibliothek des Hauses Habsburg-Lothringen 1835–1918
Untertitel
Metamorphosen einer Sammlung
Verlag
Böhlau Verlag
Ort
Wien
Datum
2021
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY 4.0
ISBN
978-3-205-21308-6
Abmessungen
17.4 x 24.5 cm
Seiten
1073
Kategorien
Geschichte Chroniken
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