Web-Books
im Austria-Forum
Austria-Forum
Web-Books
Geschichte
Chroniken
Die Familien-Fideikommissbibliothek des Hauses Habsburg-Lothringen 1835–1918 - Metamorphosen einer Sammlung
Seite - 987 -
  • Benutzer
  • Version
    • Vollversion
    • Textversion
  • Sprache
    • Deutsch
    • English - Englisch

Seite - 987 - in Die Familien-Fideikommissbibliothek des Hauses Habsburg-Lothringen 1835–1918 - Metamorphosen einer Sammlung

Bild der Seite - 987 -

Bild der Seite - 987 - in Die Familien-Fideikommissbibliothek des Hauses Habsburg-Lothringen 1835–1918 - Metamorphosen einer Sammlung

Text der Seite - 987 -

DIE „K. U. K. FAMILIEN-FIDEIKOMMISSBIBLIOTHEK“ IM ERSTEN WELTKRIEG 987 in allen Bildmedien.277 Beim Kriegspressequartier handelt es sich also um „Öster reich-Ungarns zentrale militärische Propagandaeinrichtung während des Ersten Weltkrieges“.278 Das KPQ beschäftigte nicht nur Journalisten und Schriftsteller, sondern auch Kriegsmaler, -bildhauer und -fotografen, die das Geschehen an der Front dokumentierten. Diese wurde als eine eigene „Kunstgruppe“ innerhalb des Kriegspressequartiers zusammengefasst, de- ren Mitglieder die visuelle Darstellung des Krieges als Teil der patriotischen Kriegspropaganda zur Aufgabe hatten und eine von der Obrigkeit gewollte Wirklichkeit „konstruierten“ sollten.279 Auch die Druckgrafik spielte nach wie vor eine Rolle in der bildhaften Konstruktion des Kriegs. Noch im Vorwort der „Kriegsgraphik- und Repro- duktionen-Ausstellung“ des Jahres 1918 wird die Verwendung der Druck- grafik folgendermaßen begründet: „In der Darstellung des Krieges durch die Künstler offenbaren sich die geisti- gen und politischen Auffassungen, lassen sich die Kriegsziele der verschiede- nen Völker erkennen. Die Gedankenrichtung der Ministerreden, die Sprache der Armeebefehle beben in den Gestaltungen nach, die der Künstler im Felde entwirft. […] Haß, Rachegefühl, Machtwille und Ruhmsucht kommen in der Kunst jener Völker zum Ausdruck, die diese Gefühle schon aus dem ohnmäch- tigen Zorne der Besiegten schöpfen, während eiserner Zwang der einen Ver- teidigungskrieg führenden Staaten ihrer Kunst sachlichen Ernst, Würde und Entschlossenheit verleiht.“280 Im Laufe des Kriegs rückte die Fotoberichterstattung stärker in den Fokus und bestimmte zu Kriegsende die Illustrationen in der Presse. In Deutsch- land ist die Ausweitung der Bildpropaganda ab dem Jahr 1917 nachweisbar. Auch im österreichisch-ungarischen Kriegspressequartier wurde eine Licht- bildstelle ins Leben gerufen.281 „Der Großteil der Fotos wurde von akkreditierten Pressefotografen, die im Dienst des KPQ standen eingeschickt. Nach der Vorzensur in den armeeeige- nen ‚Photostellen‘ und einem zweiten Zensurdurchgang im KPQ gelangte ein 277 Popelka, Leichenfeld, 9. 278 Reichel, Kriegspressequartier, 17. 279 Popelka, Leichenfeld, 3. Die sogenannte Kriegsbildergalerie befindet sich heute im Heeres- geschichtlichen Museum. 280 Oesterreichische und ungarische Kriegsgraphik. Ausstellung veranstaltet vom k. u k. Kriegspressequartier (Wien 1918) Einführung. 281 Holzer, Bildberichterstattung, 489. Publikation im Sinne der CC-Lizenz BY 4.0
zurück zum  Buch Die Familien-Fideikommissbibliothek des Hauses Habsburg-Lothringen 1835–1918 - Metamorphosen einer Sammlung"
Die Familien-Fideikommissbibliothek des Hauses Habsburg-Lothringen 1835–1918 Metamorphosen einer Sammlung
Titel
Die Familien-Fideikommissbibliothek des Hauses Habsburg-Lothringen 1835–1918
Untertitel
Metamorphosen einer Sammlung
Verlag
Böhlau Verlag
Ort
Wien
Datum
2021
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY 4.0
ISBN
978-3-205-21308-6
Abmessungen
17.4 x 24.5 cm
Seiten
1073
Kategorien
Geschichte Chroniken
Web-Books
Bibliothek
Datenschutz
Impressum
Austria-Forum
Austria-Forum
Web-Books
Die Familien-Fideikommissbibliothek des Hauses Habsburg-Lothringen 1835–1918