Web-Books
im Austria-Forum
Austria-Forum
Web-Books
Geschichte
Chroniken
Die Familien-Fideikommissbibliothek des Hauses Habsburg-Lothringen 1835–1918 - Metamorphosen einer Sammlung
Seite - 993 -
  • Benutzer
  • Version
    • Vollversion
    • Textversion
  • Sprache
    • Deutsch
    • English - Englisch

Seite - 993 - in Die Familien-Fideikommissbibliothek des Hauses Habsburg-Lothringen 1835–1918 - Metamorphosen einer Sammlung

Bild der Seite - 993 -

Bild der Seite - 993 - in Die Familien-Fideikommissbibliothek des Hauses Habsburg-Lothringen 1835–1918 - Metamorphosen einer Sammlung

Text der Seite - 993 -

DIE „K. U. K. FAMILIEN-FIDEIKOMMISSBIBLIOTHEK“ IM ERSTEN WELTKRIEG 993 genstände an die Fideikommissbibliothek abgeben. So im Fall von drei Ab- zeichen für den „Allgemeinen Kriegsgräbertag zu Allerseelen 1917“, für die Karl I. eine Spende von 200 K aus der Privatkasse auszahlen ließ.307 Das Obersthofmeisteramt von Kaiserin Zita überreichte der Fideikommissbiblio- thek eine Reihe von Abzeichen, Plaketten und Medaillen. Da dies auch aus an- deren Anlässen geschehen war, sticht hier ins Auge, dass Gegenstände an die Fideikommissbibliothek abgegeben wurden, die weder mit den Sammlungs- schwerpunkten der Bibliothek, noch jener der Kriegssammlung vereinbar wa- ren. Unter den Objekten Kaiserin Zitas aus Laxenburg befand sich u. a. „ein geschnitzter Holzteller aus Kolomea“ und „2 Vasen aus Montenegro“.308 In Bezug auf die Aufforderung an die k. u. k. Armee, Bild- und Textdo- kumente in die Fideikommissbibliothek einzusenden, spiegelt sich in den Akten nur eine geringe Resonanz auf die Verlautbarung wieder. Einzig vier Originalzeichnungen des „Kriegsmalers Leutnant im Ruhestand, [Hans?] Nöbauer“ gelangten mit der Bitte um Einverleibung nach Wien.309 Durch die intensiven Bemühungen um Bildmaterial war die „Sammlung von Kaiser und König Karl im Weltkrieg“ rasch angewachsen, wenn dies auch eher anderen staatlichen Institutionen zu verdanken war. Für die Auf- und Bearbeitung des umfangreichen Materials wurde ein eigenes Budget zur Verfügung gestellt und man wollte Ludwig Albin Ebert310 mit dieser Ar- beit betrauen. Der Wiener Fotograf und Fotochemiker war ursprünglich als landsturmpflichtiger Einjährig-Freiwilliger dem Kriegsarchiv zugewiesen worden. Im April 1918 wurde sogar ein weiteres Ansuchen an die Direktion des Militär-Geographischen Instituts gestellt, um Ludwig Albin Ebert von Seiten des Instituts für fortlaufende Arbeiten zum Aufbau der Kriegssamm- lung in der Fideikommissbibliothek abzustellen.311 Die Anfrage blieb jedoch unbeantwortet und es kann davon ausgegangen werden, dass Ebert entspre- chend seiner Dienstzuteilung im Militär-Geographischen Institut verblieb. Danach kam es offensichtlich auch zu keiner weiteren Aufarbeitung der Sammlung. Die Höhe des angesprochenen Budgets der Fideikommissbibliothek für die „Adjustierung und Erhaltung der Sammlung Kaiser und König Karl im Ersten Weltkrieg“312 belief sich für das Jahr 1918 auf 3.000 K. Jedoch 307 FKBA45039, fol. 5. 308 FKBA45039, fol. 6–9. 309 Ebendort. 310 Zu Ludwig Albin Ebert vgl. die Bio-Bibliografie der Albertina https://sammlungenonline. albertina.at/biobibliographie/ (abgerufen am 30.01.2021) 311 FKBA46013. 312 Vgl. dazu Anm. 168. Publikation im Sinne der CC-Lizenz BY 4.0
zurück zum  Buch Die Familien-Fideikommissbibliothek des Hauses Habsburg-Lothringen 1835–1918 - Metamorphosen einer Sammlung"
Die Familien-Fideikommissbibliothek des Hauses Habsburg-Lothringen 1835–1918 Metamorphosen einer Sammlung
Titel
Die Familien-Fideikommissbibliothek des Hauses Habsburg-Lothringen 1835–1918
Untertitel
Metamorphosen einer Sammlung
Verlag
Böhlau Verlag
Ort
Wien
Datum
2021
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY 4.0
ISBN
978-3-205-21308-6
Abmessungen
17.4 x 24.5 cm
Seiten
1073
Kategorien
Geschichte Chroniken
Web-Books
Bibliothek
Datenschutz
Impressum
Austria-Forum
Austria-Forum
Web-Books
Die Familien-Fideikommissbibliothek des Hauses Habsburg-Lothringen 1835–1918