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Gemeinfaßliche Darstellung der Stabeisen u. Stahlbereitung in Frischherden - in den Ländern des Vereins zur Beförderung und Unterstütztung der Industrie und Gewerbe in Innerösterreich, dem Lande ob der Enns und Salzburg
Seite - 123 -
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Seite - 123 - in Gemeinfaßliche Darstellung der Stabeisen u. Stahlbereitung in Frischherden - in den Ländern des Vereins zur Beförderung und Unterstütztung der Industrie und Gewerbe in Innerösterreich, dem Lande ob der Enns und Salzburg

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— 123 — indem die untere Seite der beiden Schlüssel auf den Leisten der Amboßfüße aufliegen, und die Verengung des Schabattenausschnit- tes nach oben ein Heben der Schlüssel verhindern soll, was aber nur dann geschieht, wenn die Schlüssel mit ihrer ganzen Höhe an- liegen. Das Ledigmachen eines solchergestalt gesperrten AmboßcS geschieht durch das Zurücktreiben der beiderseits mehr oder wenig« vorragenden Schlüssel. Die Länge der Hammerbahn beträgt bei einem Zerrennhammer 18 bis 2^ Zoll, die Vreite vorn 1'/« bis 2 Zoll, hinten 1 Zoll- die Amboßbahn ist gewöhnlich etliche Zoll länger und bei ^ 3^ breiter. Vci Streckhämmern können die Bahnen, je nach der Größe in der Länge von 12 bis 18 Zoll, und in der Vreite von ^ h^ e/4 vorn, und V2 bis 1 Zoll hinten variiren. Wenn die Hammer- bahn auf der Amboßbahn aufliegt, befinden sie sich nicht in paral- leler Lage, sondern berühren sich bloß vorn, was mit den Worten bezeichnet wird: „der Hammer gchct im Spitz." Die Ilrsache die- ser Vahnstcllung liegt in dem Nmstande, daß beide Vahncn nur dann parallel seyn sollen, wenn sie so weit von einander abstehen als die durchschnittliche Vreite der zu fertigenden Stäbe beträgt- je breitere Stäbe demnach geschmiedet werden, desto mehr muß der Hllmmkl i!N Spitz gehen. Wenn der Hammer abcr zu schr im Spitz gcht, so kann man schmälere Stäbe nicht gut schmieden und selbst bei den breiter« Stäben kann man wohl die schmalen Kanten, aber nicht die breiten Flächen gut schlichten, schön glatt machen. Es soll daher bei Hämmern, wo vorzüglich breite Stäbe 4 biö ? Zoll breit, zu schmieden sind, die Länge des Hclbes vom Wagring bis zum Hammer beträchtlicher seyn, der Helb eine län- gere Ncise erhalten, damit die Differenzen in der gegenseitigen Vahn- lage bei verschiedenen Abständen derselben nicht zu groß werden. In einem solchen Falle wendet man 18 bis 19 Fuß lange Helbe an, welche überdies den Wagring etwaö hinter dem Hclbdrittel er- halten. Aus derselben Ursache werden beide Vahncn nach rückwärts nicht in ihrer ganzen Erstrcckung gerade fortgeführt, sondern die Amboßbahn etwas abwärts, und die Hammerbahn etwas aufwärts abgebogen, wie aus Fig. 1 und Fig. 5 Tab. II. zu entnehmen. Wichtig ist es, daß beide Vahnen der Quere nach in ihrer ganzen 9
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Gemeinfaßliche Darstellung der Stabeisen u. Stahlbereitung in Frischherden in den Ländern des Vereins zur Beförderung und Unterstütztung der Industrie und Gewerbe in Innerösterreich, dem Lande ob der Enns und Salzburg
Titel
Gemeinfaßliche Darstellung der Stabeisen u. Stahlbereitung in Frischherden
Untertitel
in den Ländern des Vereins zur Beförderung und Unterstütztung der Industrie und Gewerbe in Innerösterreich, dem Lande ob der Enns und Salzburg
Autor
Peter Tunner
Verlag
C. Tanzer'schen Schriften
Ort
Graz
Datum
1846
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
11.09 x 19.47 cm
Seiten
540
Schlagwörter
Stahlindustrie, Stahlwirtschaft
Kategorien
Geschichte Historische Aufzeichnungen
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