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Gemeinfaßliche Darstellung der Stabeisen u. Stahlbereitung in Frischherden - in den Ländern des Vereins zur Beförderung und Unterstütztung der Industrie und Gewerbe in Innerösterreich, dem Lande ob der Enns und Salzburg
Seite - 195 -
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Seite - 195 - in Gemeinfaßliche Darstellung der Stabeisen u. Stahlbereitung in Frischherden - in den Ländern des Vereins zur Beförderung und Unterstütztung der Industrie und Gewerbe in Innerösterreich, dem Lande ob der Enns und Salzburg

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— 195 — fährt man auch an den abgerundeten Gelen des Kolbens. Den ein Paar Zoll vorstehenden Lederstulp pflegt man am Rande ebenfalls zugeschärft zu schneiden, damit er sich durch den Druck der ge- preßten Luft um so besser an die Kastenwände schmiege. T>ie Wurst K muß mit Pferde- oder anderem Vieh-Haar recht dicht ausgestopft seyn, und ohne Nnterbrechung herumlaufen, zu welchem Ende sie an den benöttigten Stellen einfach angestückt wird. Die Leisten o bildet nach je?ec Seite des Kastens Ein Stück, die an den Enden von außen entsprechend abgerundet, nach der Mitte des Kolbens zu in radialü Richtung aneinanderpassen. Die Schrauben ä, wodurch die Kisten niedergehalten und durch die Muttern auf der untern freien Seite des Kolbens beliebig angezogen werden tonnen, stehen ungefälr 6 bis 19 Zoll von einander ab. Je stärker die Leisten e mitelst der Schrauben angezogen werden, desto mehr drücken selbe iuf die Wurst l,, und diese auf den Stülp 2, der dadurch an i«er Stelle beliebig an die Kastenwand gedrückt werden kann. Häufig findet man, daß die Wurst l, so stark angepreßt wird, daß sie den L'tcrstulp unmittelbar fest an die Kastenwand drückt, wodurch diese Niederung in eine eigentliche Wurstlicderung über- geht, und derStulp » dient dann nur dazu, daß sich nicht unmit- telbar die Wlrst an den Kastenwänden abnützen kann. Vei der eigentlichen Ctulpliederung soll jedoch das Anpressendes Stul- pes gegen die Nand nur durch die gepreßte Luft selbst geschehen, was von großem Xortheil ist, weil dabei die Reibung des Kolbens beim Rückgänge, w> kein Luftdruck darauf Statt findet, sehr gering wird; zwar muß die rückgängige Bewegung des Kolbens gewöhnlich durch sei,» eigenes Gewicht erfolgen, welches zu dem Ende mit aufgeleg- ten Veschwerulgen zur entsprechenden Größe vermehrt wird, allein desto mehr Wderstand hat sodann die Velriebstraft beim Aufgange des Kolbens zi überwinden. Die reine Stulpliederung, um nicht »«indlässig zu eyn, fordert indessen eine sehr genaue Arbeit, die bei den hölzemen Kolben und Seitenwänden kaum zu erreichen, und noch schw-rer beständig zu erhalten ist, weil das Hol; bei den verschiedenen Seuchtigkeitszuständen der Luft unvermciVlich mehr cter weniger schwinden muß. Vei den Kastengebläsen scheint dem- nach diese unN.'lltcmmmc 2tulpliedcru»g ein nothwendiges Nebel zu
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Gemeinfaßliche Darstellung der Stabeisen u. Stahlbereitung in Frischherden in den Ländern des Vereins zur Beförderung und Unterstütztung der Industrie und Gewerbe in Innerösterreich, dem Lande ob der Enns und Salzburg
Titel
Gemeinfaßliche Darstellung der Stabeisen u. Stahlbereitung in Frischherden
Untertitel
in den Ländern des Vereins zur Beförderung und Unterstütztung der Industrie und Gewerbe in Innerösterreich, dem Lande ob der Enns und Salzburg
Autor
Peter Tunner
Verlag
C. Tanzer'schen Schriften
Ort
Graz
Datum
1846
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
11.09 x 19.47 cm
Seiten
540
Schlagwörter
Stahlindustrie, Stahlwirtschaft
Kategorien
Geschichte Historische Aufzeichnungen
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