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Gemeinfaßliche Darstellung der Stabeisen u. Stahlbereitung in Frischherden - in den Ländern des Vereins zur Beförderung und Unterstütztung der Industrie und Gewerbe in Innerösterreich, dem Lande ob der Enns und Salzburg
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— 209 — nungen scheint demnach für die in Rede stehenden Gebläse die entsprechendste Art zu seyn, da sie einfach ist, wenig Reibung ver- ursacht, und einen gleichförmigen Nind gibt; sie ist zugleich jene Vorrichtung, die jetzt bei uns am meisten in Gebrauch steht. Vei der Zahnbewegung auf gewöhnliche Art muß der Kclben gleich die volle Geschwindigkeit annehmen, unl zuletzt >.'en der vollen Geschwin« digteit sogleich in die entgegengesetzte Vewegung übergehen, wie der letzte Zahn ausläßt. Dadurch wird Anfangs durch den Angriff des er- sten Zahnes ein Stoß, und zuletzt beim Auslässen des letzten Zahnes ein Schnellen des Wagbaltcns oder der Welle veranlaßt. Um die- ses zu vermeiden, bringt man an jedem der Zahnsegmcnten-Räter 1 Fig. 12 und 13 Strcichtatzen l' an, denen bei jedem Quadran- ten 8 ein Arm l, so entgegengestellt ist, daß dieser von der Streich- tatze etwas früher erfaßt wird, bevor der erste Zahn angreift, wo- durch der Stoß desselben vermieden, die Kolbenbewegung allmählig begonnen wird; und um beim Auslassen des letzten Zahnes das Schnellen zu vermeiden, gibt man diesem Zahn !< selbst die Ge- stalt des letzten Theils einer Streichtatze, und zwar so geformt, daß zuletzt der Kolben noch einen Augenblick gehalten aber nicht mehr bewegt wird, wodurch die Spannung der Luft über dem Kolben fast verschwindet, bevor dieser Zahn ausläßt, mithin lein Schnel- len eintreten kann. Dieser letzte Zahn eines jeden Zahnscgmentcn- Rades ist seiner eigenen Gestalt wegen, und besonders »vcil er am meisten zu leiden hat, folglich am ersten zu Grunde geht, nicht gleich den übrigen Zähnen mit angegossen, sondern von Schmiedeisen mit verstähltcr Vahn gefertigt separat emgtsctzt. Ebenso pstegt man den letzten Zahn o im Quadranten der Wagbaltcn separat einzu» setzen, damit er bei seiner im Vergleich zu den übrigen Zahnen fcü« Hern Abnützung ausgewechselt, alles Uebrige aber beibehalten werlcn tann. In diesen eigens eingesetzten Zähnen liegt zugleich ein leich- tes Mittel, das Fürcinantergreifen der Kolben bei ihrem Aufgange genau reguliren zu können. Wenn ein durch Verzahnung bewegtes Gebläse aus drei Kästen besteht, so ist jedes Zahnsegmcntrad auf zwei Drittel seines Umfan- ges mit Zähnen versehen, während bei zwei Kästen nur der halbe Umfang Zähne erhält. Dadurch wird bezweckt, daß bei drei Käitcn
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Gemeinfaßliche Darstellung der Stabeisen u. Stahlbereitung in Frischherden in den Ländern des Vereins zur Beförderung und Unterstütztung der Industrie und Gewerbe in Innerösterreich, dem Lande ob der Enns und Salzburg
Titel
Gemeinfaßliche Darstellung der Stabeisen u. Stahlbereitung in Frischherden
Untertitel
in den Ländern des Vereins zur Beförderung und Unterstütztung der Industrie und Gewerbe in Innerösterreich, dem Lande ob der Enns und Salzburg
Autor
Peter Tunner
Verlag
C. Tanzer'schen Schriften
Ort
Graz
Datum
1846
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
11.09 x 19.47 cm
Seiten
540
Schlagwörter
Stahlindustrie, Stahlwirtschaft
Kategorien
Geschichte Historische Aufzeichnungen
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