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Gemeinfaßliche Darstellung der Stabeisen u. Stahlbereitung in Frischherden - in den Ländern des Vereins zur Beförderung und Unterstütztung der Industrie und Gewerbe in Innerösterreich, dem Lande ob der Enns und Salzburg
Seite - 254 -
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zum Voden, was in vieler Beziehung daö Beste ist. Wir werden später in §. 77 vom Einfiuffc der Grundbeschaffenheit auf die Frischarbcit sprechen. Von den Seitenwänden ist die der Arbcilscitc nicht aus Mauer-, wert, sondern aus Eisen hergestellt, damit die kleinen Locher (Sin- terlöcher), die zum Ablassen der Frischschlacke (des Sinters) dienen, angebracht und erhalten werden tonnen. Am öftesten bedient man sich dazu eines starken Eisenbleches, durch welches die erforderlichen Löcher, meist vier an der Zahl, in einem Durchmeffcr von nahe Einem Zoll, geschlagen werden. Die Lage dieser Löcher ist aus Fig. 2 und 4 mit Hülfe des Maßstabes genau zu entnehmen. Man nennt dieses Blech das Sinterblech, und läßt dasselbe zur bes- sern Haltbarkeit mehrere Zoll in den Voden eingreifen, oder bei Anwendung eines Grundsteines oder einer Bodenplatte legt sich das» selbe mit seinem untern stände an die Seite des Steines oder der Platte; ingleichen langen die Scitenrändcr etwas in die beidersei- tigen Mauern, und der obere Rand ist gewöhnlich einige Zoll über die Gßbank gebogen und daran genagelt, wenn diese von Hol; ist, bei eiserner Eßbant hingegen unter dieser abgebogen. Von außen wird das Sinterblech auf beiden Seiten mit Mauerwerk dergestalt verwahrt, daß nur eben die Sinterlöcher frei bleiben, welches Mauer- wert zugleich der Eßbank als Unterstützung dient; weil aber der Raum für dieses Mauerwerk gegen diejenige Effenecke, wo die Form« scite sich befindet, nur etliche Zoll Breite haben kann, bringt man hier an dessen Stelle meist eine Eisenplatte an. Der äußere Vo- den vor dem Sinterbleche wird etwas vertieft ausgegraben, und da» durch die sogenannte Sintergrube gebildet, in welcher sich die ab- gestochene Frischschlacke (in Steiermark Sinter genannt) sammelt. Das Sinterblech selbst steht nicht senkrecht, sondern unter einem Winkel von 70 bis 75 Grad nach außen geneigt. In letzterer Zeit, überhaupt seit das Gußeisen mehr in Anwendung gebracht nird, pflegt man statt des Sinterbleches eine gußeiserne Platte zu neh- men, die 2 bis 2^ Zoll dick, mit den erforderlichen Löchern g,gos- sen, und übrigens gleich dem Sinterblcche gestellt und befestiget wird.
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Gemeinfaßliche Darstellung der Stabeisen u. Stahlbereitung in Frischherden in den Ländern des Vereins zur Beförderung und Unterstütztung der Industrie und Gewerbe in Innerösterreich, dem Lande ob der Enns und Salzburg
Titel
Gemeinfaßliche Darstellung der Stabeisen u. Stahlbereitung in Frischherden
Untertitel
in den Ländern des Vereins zur Beförderung und Unterstütztung der Industrie und Gewerbe in Innerösterreich, dem Lande ob der Enns und Salzburg
Autor
Peter Tunner
Verlag
C. Tanzer'schen Schriften
Ort
Graz
Datum
1846
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
11.09 x 19.47 cm
Seiten
540
Schlagwörter
Stahlindustrie, Stahlwirtschaft
Kategorien
Geschichte Historische Aufzeichnungen
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