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Gemeinfaßliche Darstellung der Stabeisen u. Stahlbereitung in Frischherden - in den Ländern des Vereins zur Beförderung und Unterstütztung der Industrie und Gewerbe in Innerösterreich, dem Lande ob der Enns und Salzburg
Seite - 271 -
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Seite - 271 - in Gemeinfaßliche Darstellung der Stabeisen u. Stahlbereitung in Frischherden - in den Ländern des Vereins zur Beförderung und Unterstütztung der Industrie und Gewerbe in Innerösterreich, dem Lande ob der Enns und Salzburg

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— 271 — und ebenso der Winkel »l,ä und l»l,e ein rechter Winkel ist. käßl man zwar die untere Seite der Mündung rechtwinklig auf der Mit- tellinie des Formblattes, d. l). lle senkrecht auf »!i, neigt aber di« Mündungsftäche gegen das Formblatt, macht der Winkel »I»o un- ter 99 Grad, so sagt man, die Form ist überfeilt, oder sie hat ein Unter maul; wird der Winkel »!>c hingegen über 90 Grad gemacht, so heißt die Form unterfei l t , oder sie hat ein Ober- maul. Werden dagegen die Formseiten an der Mündung ungleich lang gemacht, also äe nicht senkrecht auf «k gelassen, so sagt mau, das Eßcisen ist hinter« oder »orderfeilt, cderhat ein Vorder- oder Hintermaul/ je nachdem die kürzer gemachte Formseite nach der hintern oder nach der »ordern Hcrdseite gelehrt ist. Der Erfolg dieser Abweichungen in der Windführung ist leicht einzusehen; offen^ bar muß sich der Windstrahl bei seinem Eintritt« im Herdraume nach jener Seite hin am meisten ausdehnen, welche an der Form« mündung die kürzeste ist. Auch ist begreiflich, daß der Erfolg nicht ganz derselbe seyn kann, wenn man anstatt der Verkürzung einer gewissen Seite der Formmündung die Richtung der Formachse nach dieser Seite dreht; denn durch letzteres Mittel wird wohl die siich» tung, nicht aber die Erweiterung des Windstrahles geändert. Ein Vortermaul, d. i. eine Verkürzung der hintern Formscite, ist uns noch nl« vorgekommen, ein Hintermaul ist dagegen öfters zu tref« ftn, und sehr gewöhnlich findet man unter-oder übcrftilte Eßeisen; in Cteiermark und Oesterreich werden bei den Eisenfrischfcuern ge« wohnlich untcrfeilte, bei den Rohstahlfcuern hingegen überfeilte Fottneii getroffen. — Viele Hammermeister begnügen sich nicht mit diesen Modifikationen in der Stellung des Formmaules, son- dern biegen zugleich den Formrüssel nach ein oder der andern Seite» Nach hinten «der nach aufwärts kommen diese Biegungen indessen uicht vor, desto häufiger aber kommt ein Vug nach abwärts vor, wie bei den meisten Schwallfeucrn zu sehen, und bisweilen trifft man eine Viegung nach vorwärts. Der Erfolg lieser Viegunge» ist kein anderer, als daß der Wind sich mehr nach derjenigen Seite des Herdes begibt, wohin die Viegung weiset, un-d es kann dieses Mittel nur dann allenfalls entschuldiget werdcn, wenn man sich mit dem Eßeise» im Formkasten nicht gut nach der gewünschten Seile
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Gemeinfaßliche Darstellung der Stabeisen u. Stahlbereitung in Frischherden in den Ländern des Vereins zur Beförderung und Unterstütztung der Industrie und Gewerbe in Innerösterreich, dem Lande ob der Enns und Salzburg
Titel
Gemeinfaßliche Darstellung der Stabeisen u. Stahlbereitung in Frischherden
Untertitel
in den Ländern des Vereins zur Beförderung und Unterstütztung der Industrie und Gewerbe in Innerösterreich, dem Lande ob der Enns und Salzburg
Autor
Peter Tunner
Verlag
C. Tanzer'schen Schriften
Ort
Graz
Datum
1846
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
11.09 x 19.47 cm
Seiten
540
Schlagwörter
Stahlindustrie, Stahlwirtschaft
Kategorien
Geschichte Historische Aufzeichnungen
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Gemeinfaßliche Darstellung der Stabeisen u. Stahlbereitung in Frischherden