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Gemeinfaßliche Darstellung der Stabeisen u. Stahlbereitung in Frischherden - in den Ländern des Vereins zur Beförderung und Unterstütztung der Industrie und Gewerbe in Innerösterreich, dem Lande ob der Enns und Salzburg
Seite - 272 -
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Seite - 272 - in Gemeinfaßliche Darstellung der Stabeisen u. Stahlbereitung in Frischherden - in den Ländern des Vereins zur Beförderung und Unterstütztung der Industrie und Gewerbe in Innerösterreich, dem Lande ob der Enns und Salzburg

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— 272 — hin neigen kann, wie dies mit der beträchtlichen Formneigung bei d« Schwallarbeit öfters der Fall ist, und wedurch zugleich die Ve- festigung des weniger geneigten Eßciseus erleichtert wird. Außerdem sind diese Vieguligen des Formrüsscls sehr überflüssige Künsteleien, und in so fern» verwerflich, weil beim Abrichten »incs derartigen Kßeisens sehr leicht ein Brechen des Formrüssels eintritt. /,>' Um ein neues Eßeifen abzurichten, wird der Nüssel desselben ln einem kleinen Schmiedfeuer, oder in Ermanglung eines solchen in einer angefachten freien Kohlenglut zur Rothglühhitze gebracht, »vobei man zur Erhitzung des innern Theils ein Paar größere Koh- lenstücke hineinlegt, und dasselbe nicht aus den Augen lassen darf, weil nach einer starten Glühhitze bald das Schmelzen des Kupfers erfolgen würde. Hierauf wird die Form schnell aus dem Feuer ge- nommen, nach Beseitigung aller Kchlcntheilchen aus dem Innern auf »inen Spcrrhaggen oder eine andere Eiscnplatte gelegt, und nun der sogenannte Eßeiscnform (Eßcisendorn, das Formeiscn) Fig.22, von der hintern Seite so eingesteckt, daß dessen Achse mit der Mit- tellinie des Eßeisens und dessen obere Seite genau mit dem Form- blatte zusammenfällt. In dieser Lage führt man etliche starke Schläge «uf das hintere Ende » des Esieiscnforms, wodurch dessen Form- theil l, in die absichtlich zu eng bestellte Formmündung gedrängt wird, und das Eßcisen sofort etwas fest auf dem Formlheil sitzt. Man faßt nun das Formeisen am vorstehenden Ende e, und stoßt mit dem Ende » in lothrechter Lage so lange gegen eine am Bo- den befindliche Eisenplattc, bis man den Fccmlheil l> zur gewünsch- ten, mit einem Zeichen kenntlich gemachten Stelle durch das Form« «uge gebracht Hat;idamit dieses aber um so leichter geschehen kann, «nd die Innenseite des Formrüssels sich genau an den glattgeschlif- fenen Formchril anschmiegen muß, wird inzwischen die Außenseile des Rüff«ls mit dem Abrichthammer Fig. 2Z, einem gewöhnlichen Handt/amme« mit glatter Bahn, ungefähr 2 Pfund in» Gewichte, HiNgsuMi öfters beklopft Nach diesem bringt man das Eßeisen wie- der i« horizontale tage, durch etliche Schläge auf das vorstehende Ende o de< Fonncisens wird dasselbe locker gemacht, beseitigt,und dann das Eßeisen an einer frei«, lichten Stelle der Hüttensohl« in der Art aufgestellt, wie ßig. 24 zeigt. Man faßt die auftechtgc-
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Gemeinfaßliche Darstellung der Stabeisen u. Stahlbereitung in Frischherden in den Ländern des Vereins zur Beförderung und Unterstütztung der Industrie und Gewerbe in Innerösterreich, dem Lande ob der Enns und Salzburg
Titel
Gemeinfaßliche Darstellung der Stabeisen u. Stahlbereitung in Frischherden
Untertitel
in den Ländern des Vereins zur Beförderung und Unterstütztung der Industrie und Gewerbe in Innerösterreich, dem Lande ob der Enns und Salzburg
Autor
Peter Tunner
Verlag
C. Tanzer'schen Schriften
Ort
Graz
Datum
1846
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
11.09 x 19.47 cm
Seiten
540
Schlagwörter
Stahlindustrie, Stahlwirtschaft
Kategorien
Geschichte Historische Aufzeichnungen
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