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Gemeinfaßliche Darstellung der Stabeisen u. Stahlbereitung in Frischherden - in den Ländern des Vereins zur Beförderung und Unterstütztung der Industrie und Gewerbe in Innerösterreich, dem Lande ob der Enns und Salzburg
Seite - 326 -
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— 326 — Massel unter dem Hammer zu einem Kolben geschmiedet wird, schafft man gewöhnlich den dritten auf den mittlern Platz, um nun die- ftn in Hitze zu bringen; sollte er aber weniger heiß seyn als der Kolben vom ersten Massel, so kömmt dieser an die mittlere Stelle. Der vollendete zweite Kolben wird dann auf den leer gewordenen Platz eingelegt. Die Kolben weiden übrigens beim Hitzgeden im Feuer wie die Masseln behandelt, und nach erfolgter Hitze unter dem Hammer zu fertigen Stäben ausgeschmiedet, wenn sich nicht etwa eine unganze Stelle zeigt. Wenn der erste Kolben aus dem Feuer und das nächst heißeste Stück an dessen Stelle gerückt ist, wird an des letztcrn Platz ein Massel aus dem Wärmofcn oder Vorglühherde eingehalten, damit zur Beförderung des Ausheizcns der Naum im Feuer immer bestens benützt wird; bisweilen wird selbst früher schon, bevor ein Kolben aus dem Feuer ist, ein neuer Massel nachgetragen, so daß 4 Stücke, Kolben und Masseln gleich- zeitig im Feuer sich befinden, weil die Kolben doch etwas weniger Naum in Anspruch nehmen, als die Masseln. So kommt ein Mas- sel nach dem andern aus dem Wärmen oder Vcrglühherde ins Feuer, bis alle fünf den erst eingehaltenen drei Stücken nachge- folgt sind; und in dem Maße als gegen Ende des Aushenpro- zesscs das Feuer von den Masseln und Kolben befreit wird, wer- ten neue Floßcngarbcn nachgetragen, wie wir im folgenden Pa- ragraphe hören werden. Wesentlich zur Beschleunigung des Aus- heizprozesses ist außerdem aber noch der "Umstand, daß man tie seitwärts vom mittlern Massel oder Kolben befindlichen Stücke stets nach Tlmnlichkcit dem mittlern Raume nähert, damit sie bereits eine gute Glühhitze erhalten, bevor sie in den eigentlichen Hitzraum gelangen. Nenn eine gut aussehende Hitze beim Schmieden unter dem Hammer Nngän;en zeigt, so kann dieses von roheren Stellen oder von eigenthümlichen Hauten herrühren. Im erstem Falle läßt sich das Eisen gewöhnlich beim Schmieden selbst wieder ganz machen; denn das Ilnganzwcrden, Stören, desselben tritt hierbei nur ci',i, weil die roheren Stellen in der vollen Schwcißhitze die mechanische Bearbeitung nicht ertragen, wohl aber in minderer Hitze, wie sich demnach die Hitze des zu schmiedenden Stückes bis zum entspn-
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Gemeinfaßliche Darstellung der Stabeisen u. Stahlbereitung in Frischherden in den Ländern des Vereins zur Beförderung und Unterstütztung der Industrie und Gewerbe in Innerösterreich, dem Lande ob der Enns und Salzburg
Titel
Gemeinfaßliche Darstellung der Stabeisen u. Stahlbereitung in Frischherden
Untertitel
in den Ländern des Vereins zur Beförderung und Unterstütztung der Industrie und Gewerbe in Innerösterreich, dem Lande ob der Enns und Salzburg
Autor
Peter Tunner
Verlag
C. Tanzer'schen Schriften
Ort
Graz
Datum
1846
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
11.09 x 19.47 cm
Seiten
540
Schlagwörter
Stahlindustrie, Stahlwirtschaft
Kategorien
Geschichte Historische Aufzeichnungen
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