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Gemeinfaßliche Darstellung der Stabeisen u. Stahlbereitung in Frischherden - in den Ländern des Vereins zur Beförderung und Unterstütztung der Industrie und Gewerbe in Innerösterreich, dem Lande ob der Enns und Salzburg
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lim Hammer, einen Hammcimcister und einen Hammer- toccht, n'clche beide des Schmiedens kundig, sich daher zur Förde- rung tcr Arbeit gegenseitig unterstützen und ablösen können. So z. Ä. wahrend dcr eine mit dem Drücken eines Massels nahe fertig, stellt sich der andere mit dem nächst folgenden Massel schon zur Seile in Vercitschafl, und bringt diesen bei ununterbrochenem Hammergange auf den Amboß, wahrend dcr gedrückte fortgenommen wird. Dadurch ist es möglich, daß die gaine Zeit des Schrottens und Drückens der 8 Masseln mn' 7 bis 8 Minuten dauert, folglich die Masseln noch sebr warm ins Feuer zurückkommen, und die erste Hitze schon er« folgt, bcvcr noch das Masscldrücken für das zweite Feuer beendet ist. Eine umständliche Beschreibung jedes einzelnen Handgriffes beim Schrotlen und Drücken dünkt uns sehr unpassend, da ein einziges Mal Sehen diese rein mechanische Sache besser erläutert. Nur tann noch bemerkt werden, daß im Falle man es mit einem theilweise sehr rohen Dachel zu thun hat, welcher sich bei der Vearbeitung stört, man etwas warten, und ihn bei minderer Hitze, wo er ganz bleiben wird, bearbeiten musi; auch ist bei nur lheilweise rohem Dachel sehr zu empfehlen, daß man von der gewöhnlichen Art zu schrottcn abweichet, um in die ci>»z«lnen Masseln entweder ganz rohe oder ganz weiche Stellen zu erhalten, weil man dann in der wci- tcrn Behandlung der Masseln, wie in der Verwendung des daraus geschmiedeten Stabeisens zweckmäßiger vorgehen tann. §. UN. Ist der erste in und aus dem Feuer gekommene Mas' sel im ungedrückten Zustande zum Ausheizcn übernommen worden, so pflegt man lhn mit dcr zuerst erhaltenen Hitze schnell etwas zu drücken, bevor man ihn mit der Tchmiedzange faßt und ausschmie- det. Ueberhaupt aber muß beim ersten Ganzmachcn jeder Hitze das zu behandelnde Stück in beinahe paralleler Richtung mit der Am- boßbahn gehalten werden, und erst nach erfolgtem Ganzwcrdrn tann zum Wellcnschmicden (siehe §. 42., Seile 124) geschritten werden. Gin in dieser Rücksicht unvorsichtiger Schmiedcr wird oft Ungänzen erhalten, wo bei mehr Achtsamkeit keine entstanden seyn würden. Vei vollkommen gaarem und nicht häutigem Eisen erfolgt das Ganz- machen indessen sehr leicht, was man schon nach den Paar erste» streichen des Hammers abzunehmen im Stande ist, und sofort
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Gemeinfaßliche Darstellung der Stabeisen u. Stahlbereitung in Frischherden in den Ländern des Vereins zur Beförderung und Unterstütztung der Industrie und Gewerbe in Innerösterreich, dem Lande ob der Enns und Salzburg
Titel
Gemeinfaßliche Darstellung der Stabeisen u. Stahlbereitung in Frischherden
Untertitel
in den Ländern des Vereins zur Beförderung und Unterstütztung der Industrie und Gewerbe in Innerösterreich, dem Lande ob der Enns und Salzburg
Autor
Peter Tunner
Verlag
C. Tanzer'schen Schriften
Ort
Graz
Datum
1846
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
11.09 x 19.47 cm
Seiten
540
Schlagwörter
Stahlindustrie, Stahlwirtschaft
Kategorien
Geschichte Historische Aufzeichnungen
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