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Gemeinfaßliche Darstellung der Stabeisen u. Stahlbereitung in Frischherden - in den Ländern des Vereins zur Beförderung und Unterstütztung der Industrie und Gewerbe in Innerösterreich, dem Lande ob der Enns und Salzburg
Seite - 386 -
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— 386 — dcrsintt. Es ist klar, daß die Ncgulirung des »loheisenschmehens hierbei schwieriger und unsicherer ist, als bei der steirischcn Arbeit, wobei das Roheisen in Zangen eingehalten, jeden Augenblick nach Belieben gerückt werden kann. Vei der ungleich telicaleren Stahl- arbeit wäre diese Zcrrcnnmethode schon dieserwegcn nicht brauchbar, außer man wollte absichtlich einen ungleichen, eisenschüßigen Roh« stahl erzeugen. Die Stärke des Windes ist bei der kärntnerischen Löscharbeit ziemlich dieselbe, wie bei der steirischen, bei vollem Winde durchschnittlich 20 bis 24 Zoll Wassersäule. Schlacke befindet sich bei der Vlattclfrischmethode in der Regel mehr im Feuer, und je- denfalls wird mehr Schlacke gebildet als beim Flessenzecrennen, «eil ein großer Theil des Roheisens schon durch dcn Vratprozeß, und ein noch beträchtlicherer durch die vermehrte Berührung des Windes mit den viel Oberstäche darbietenden Vlatleln, beim Frischen oiüdirt wird, woher es kömmt, daß die kärntnerischen Eilcnfeucr im- mer heller brennen, ein öfteres Weichaufgcben, öfteres Tinterlassen und eine eisenreicherc Frischschlacke geben. Mit Ausnahme der glü- henden Schwallbrockcn, welche beim Vorbereiten des Heiles öfters aufgegeben »erden, wird in der Regel aller Zusatz nur in fein ge« pochtem Zustande aufgegeben, zu welchem Ende »in eigener Schla- ckcn-Slampf oder Hammer vorhanden ist. Veim Nachzerrennen sind gleichfalls die im §. 94 weitläufig erörterten Umstände zu berücksichtigen. Im Ganzen hat man hier- bei weniger Vorsicht nöthig als bei der Schwallarbeit, weil in Folge der geringern Formneigung und des etwas schwächern Nindes, wie der größcrn Schlackenmenge, selten sehr viel Dünneren gebildet wird- Aus diesem Grunde, und weil ein zu hohes Ansitzen des Frisch- bodens bei dcm jedesmaligen Reinigen des Herdes bis auf den Lösch« Hoden bei der kärntnerischen Löscharbeit kaum eintreten !ann, und zudem der Herd breiter ist, hat man dabei selten stark aufgebaute Hachel, obschon sie meist sehr von Schlacke durchdrungen und sehr gaar find. Die Dauer des Zerrennprozesses sammt Nachblasen ist gewöhnlich 2 Stunden. H. >N8 Der ausgcstochene Deul hat im Aeußer» mehr das Aussehen eines steirischen Lcschdachels, nur ist er vermöze der Ge- ftalt der mit Eisenplatten ausgesetzten Herzgrube weniger »bgerun-
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Gemeinfaßliche Darstellung der Stabeisen u. Stahlbereitung in Frischherden in den Ländern des Vereins zur Beförderung und Unterstütztung der Industrie und Gewerbe in Innerösterreich, dem Lande ob der Enns und Salzburg
Titel
Gemeinfaßliche Darstellung der Stabeisen u. Stahlbereitung in Frischherden
Untertitel
in den Ländern des Vereins zur Beförderung und Unterstütztung der Industrie und Gewerbe in Innerösterreich, dem Lande ob der Enns und Salzburg
Autor
Peter Tunner
Verlag
C. Tanzer'schen Schriften
Ort
Graz
Datum
1846
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
11.09 x 19.47 cm
Seiten
540
Schlagwörter
Stahlindustrie, Stahlwirtschaft
Kategorien
Geschichte Historische Aufzeichnungen
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Gemeinfaßliche Darstellung der Stabeisen u. Stahlbereitung in Frischherden