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Gemeinfaßliche Darstellung der Stabeisen u. Stahlbereitung in Frischherden - in den Ländern des Vereins zur Beförderung und Unterstütztung der Industrie und Gewerbe in Innerösterreich, dem Lande ob der Enns und Salzburg
Seite - 392 -
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Seite - 392 - in Gemeinfaßliche Darstellung der Stabeisen u. Stahlbereitung in Frischherden - in den Ländern des Vereins zur Beförderung und Unterstütztung der Industrie und Gewerbe in Innerösterreich, dem Lande ob der Enns und Salzburg

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— 392 — theilweise zu plötzliche Niederschmelzen oder ;u Vodenfallcn einzelner Vlattelstücke mehr beseitigt wurde. Und das Veste müßte daher of- fenbar seyn, wenn man fürs Erste das Braten in größer« und besser construirtcn Voiglühherden durch längere Zeit fortsetzen, und die solchergestalt gut gebratenen Vlaltel zwar in glühendem Zustande, aber mit Fleiß geordnet in den Frischherd brächte. Endlich hat man im Lavantthale schon vor nahe 15 Jahren auf mehreren Hämmern angefangen die gebratenen Blattet etwas rascher als gewöhnlich einzuschmelzen, dann aber den dadurch erhal- tenen noch mehr oder wenige» rohen Klumpen aufzubrechen, und mit der obern Seite zu Boden gewandt wieder eingeschmolzcn. Daß hierdurch an Kohlen und Zeit nur verloren werden tann, leuchtet deutlich ein; allein das erhaltene Stabeisen war, was ebenfalls sehr begreiflich ist, von vorzüglicher Beschaffenheit, denn der ausgebrcchene Klumpen ist doch schon gießen Theils gaares Product, und muß durch das nochmalige Einschmelzen vollkommen gaar werden, wobei überdies kein Herabfallen einzelner Stückchen, und keine dadurch veran- laßten rohen Stellen zu besorgen sind. Man hat diese kostspielige Me- lhode nur in Köllnitz auf einigen Feuern beibehalten, um für besondere Zwecke ein vorzüglich gutes Weicheisen zu erzeugen. Da bei dieser Methode der Kohlverbrand per 100 Pfund Stabeiscn um ungefähr 8 bis 10 Kubitfuß, und der Calo um etwa 5 Pfund ver- mehrt, und die Erzeugung um beiläufig 25 Procent vermindert wird, und man bei ökonomischer« Methoden mit etwas mehr Mühe auch ein gleich gutes Eisen produciren tann; so erscheint selbe durchaus nicht empfchltnswerth. I>. Die stcirische Wallonarbeit. ß. >>>. Unter Wallonschmiede oder Wallonarbeit versteht man überhaupt eine solche Frischmethode, bei welcher der Ausheiz« Prozeß, vom Frischprozesse getrennt, in einem eigenen Ausheiz- feuer vorgenommen wird. Unter der Benennung stcirische Wal- lonarbeit wird demnach jene Modification der stcirischcn Frischme- thode, gleichviel ob mit Schwallboden oder mit Löschbolcn gearbeitet, zu verstehen seyn, bei der das Ausheizen der Masseln in einem
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Gemeinfaßliche Darstellung der Stabeisen u. Stahlbereitung in Frischherden in den Ländern des Vereins zur Beförderung und Unterstütztung der Industrie und Gewerbe in Innerösterreich, dem Lande ob der Enns und Salzburg
Titel
Gemeinfaßliche Darstellung der Stabeisen u. Stahlbereitung in Frischherden
Untertitel
in den Ländern des Vereins zur Beförderung und Unterstütztung der Industrie und Gewerbe in Innerösterreich, dem Lande ob der Enns und Salzburg
Autor
Peter Tunner
Verlag
C. Tanzer'schen Schriften
Ort
Graz
Datum
1846
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
11.09 x 19.47 cm
Seiten
540
Schlagwörter
Stahlindustrie, Stahlwirtschaft
Kategorien
Geschichte Historische Aufzeichnungen
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