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Gemeinfaßliche Darstellung der Stabeisen u. Stahlbereitung in Frischherden - in den Ländern des Vereins zur Beförderung und Unterstütztung der Industrie und Gewerbe in Innerösterreich, dem Lande ob der Enns und Salzburg
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Ausfassen des Roheisensandes werden die größern Stücke zurückbe- halten, um sie bei Gelegenheit des nächsten Pochens nochmals un- ter den Hammer zu bringen. Je feiner und gleichmäßiger das Roh- eisen zerpocht ist, einen desto bessern Frischerfolg lann man sich ver- sprechen. Am besten läßt sich das graue, weniger das halbirle, am schlechtesten das weiße Roheisen pochen. Da es sich öfteis ereignet, daß beim Flossenwärmcn stellenweise schon ein Abschmelzen beginnt, so wird das Wännfcuer periodisch geräumt, und das Abgcschmolzene gleichfalls unter ten Pocher geworfen. Wie leicht abzunehmen, kann dieses Pochen als eine Art Vor^ bereitung, Vorfrischung des Roheisens betrachtet werden. Der Frischherd wird mit feuchter Lösche und beim Nohgang mit starkem Wässern, wie bei der steirischen Löscharbeit zugerichtet, und ebenso mit dem Ausheizen der Massel begonnen. Der Dachel wird in drei parallel gelegene Massel zerschrotten, von denen das Mittelstück, ohne vorher gedrückt zu werden, die erste Hitze bekommt, in der bloß ein Griff angeschmiedet wird; dieselbe Behandlung er- fahren hernach die früher gedrückten Ranftmassel. Hierbei macht der Heizer auf ähnliche Art die Hitze fertig, tauscht dann aber, wäh- rend der Massel noch im Feuer ist, die Hcizzange gegen die Schmied» zange aus, dicht die Hitze noch etliche Male über, und dann holt sich der Hammermeister mit dem Feuerzug die Hitze selbst aus dem Feuer, wobei der Heizer mit einer Schaufel das Herabfallen der Kohlen wehrt. Je nach Umständen wird beim Greifen'chmiedcn bis- weilen schon ein Zaggel abgesetzt; alle Zaggel werden in der Mitte abgetragelt. Sind alle drei Massel in Kolben verwandelt, so werden dann diese nacheinander auf die uns bereits bekannte stcirische Art ln Vollendung gebracht, und zwar für die gröbern Streckwaarcn geschieht das Ausheizen der großen Zaggel bis zu lalbuollcndetcn Kolben noch im Zerrennfeuer, für die feinere Waare aber nur bis zu den Zaggeln. Das Wärmen und Ausschmieden der halbfertigen Kolben wie der kleinen Zaggel geschieht während der Zcrrenn, wozu das kleine Wärmfeuer und der Streckhammer dienen. Wählend des Ausheizprozesses gelten die gewöhrlichcn Regeln zur Bildung eines guten Zerrennbodens, der sich Hierlei wegen des schwachen Wlntes gewöhnlich ziemlich hoch ansetzt. Roheisen wird
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Gemeinfaßliche Darstellung der Stabeisen u. Stahlbereitung in Frischherden in den Ländern des Vereins zur Beförderung und Unterstütztung der Industrie und Gewerbe in Innerösterreich, dem Lande ob der Enns und Salzburg
Titel
Gemeinfaßliche Darstellung der Stabeisen u. Stahlbereitung in Frischherden
Untertitel
in den Ländern des Vereins zur Beförderung und Unterstütztung der Industrie und Gewerbe in Innerösterreich, dem Lande ob der Enns und Salzburg
Autor
Peter Tunner
Verlag
C. Tanzer'schen Schriften
Ort
Graz
Datum
1846
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
11.09 x 19.47 cm
Seiten
540
Schlagwörter
Stahlindustrie, Stahlwirtschaft
Kategorien
Geschichte Historische Aufzeichnungen
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