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Gemeinfaßliche Darstellung der Stabeisen u. Stahlbereitung in Frischherden - in den Ländern des Vereins zur Beförderung und Unterstütztung der Industrie und Gewerbe in Innerösterreich, dem Lande ob der Enns und Salzburg
Seite - 438 -
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Seite - 438 - in Gemeinfaßliche Darstellung der Stabeisen u. Stahlbereitung in Frischherden - in den Ländern des Vereins zur Beförderung und Unterstütztung der Industrie und Gewerbe in Innerösterreich, dem Lande ob der Enns und Salzburg

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— 438 — beilplatte, ein öfteres Aufwuchten erforderlich seyn wird ; und sollte man bei diesem Wuchten einen zu großen Widerstand finden, hilft man sich in der Regel leicht dadurch, daß man bei scharf am Vc- dcn gehaltener Stange leren oberes Ende in die Höhe hebt, u»v solchergestalt das Stangencnte am Hcrtboden zum Stützpuncte macht, um die feste Gisensohle zu lüften oder zu brechen. Hierauf bricht man in gleicher Weise von dieser Ecke der Arbcitscite am Herd« boten längs der Formwand durch, wobei man besonders achten muß, das Eisen von der hintern Ecke der Formwand gut los zu machen. Dann fährt man etwas hoher längs der Formwand bis nach hin- ten, um den Formzacken zu befreien. Alles das bisher aufgebro- chene Eisen muß dergestalt nach der Milte des Herdes und nach aufwärts gebracht werten, daß der Wind darunter frei durchpassi« ren kann. Nun begibt man sich zur andern Ecke der Arbeitseite, bricht »on da aus auf dieselbe Art, zuerst nach dem Hertboten diagonal über zur Ecke zwischen Hinter- und Formwand; dann wird an der Windseite aufgebrochen und nach der Milte hingear- beitet; endlich fährt man von der Mille der Arbeitseite aus quer über den Hcrdboden, um den letztern vollkommen rein zu mache», was bei der stcmmeisenartigen Spitze sehr genau beobachtet werte» kann. Bevor die Brechstange aus dem Herde genommen und zur Seite gestellt wird, begibt man sich damit nochmals zur Form, um diese zu reinigen und den Winddurchgang zu ordnen. Eine wesentliche Erleichterung bei dieser Arbeit mit der Viech« stange ist, wenn man die Stange stets knapp an der rechten Seile des Körpers führt, nicht mit aufgehobenen Armen arbeilcl. Eben zu dem Ende ist ja der mit Lösche ausgefüllte Vorherd vorhanden, welcher gestattet, daß man die Brechstange in einer stark geneigten Lage unter das Eisen bringen kann. Bei richtiger Handhabung der Brechstange muß man mit selber stets unter oder hinler dem Eisen arbeiten, wobei nicht bloß der Herdboden und die Wände vollkom- men gereiniget, sondern auch der Stangenspieß immer rein bleiben wird, welcher sich nur dann zu belegen Pflegt, wenn man damit in das Eisen selbst hineinfährt. Letzteres geschieht bisweilen absichtlich, um nach dem mehr oder weniger gaaren Aussehen der angelegten Spießschale, auf den erlangten Grad der Gaare des Eisens selbst
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Gemeinfaßliche Darstellung der Stabeisen u. Stahlbereitung in Frischherden in den Ländern des Vereins zur Beförderung und Unterstütztung der Industrie und Gewerbe in Innerösterreich, dem Lande ob der Enns und Salzburg
Titel
Gemeinfaßliche Darstellung der Stabeisen u. Stahlbereitung in Frischherden
Untertitel
in den Ländern des Vereins zur Beförderung und Unterstütztung der Industrie und Gewerbe in Innerösterreich, dem Lande ob der Enns und Salzburg
Autor
Peter Tunner
Verlag
C. Tanzer'schen Schriften
Ort
Graz
Datum
1846
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
11.09 x 19.47 cm
Seiten
540
Schlagwörter
Stahlindustrie, Stahlwirtschaft
Kategorien
Geschichte Historische Aufzeichnungen
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