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Gemeinfaßliche Darstellung der Stabeisen u. Stahlbereitung in Frischherden - in den Ländern des Vereins zur Beförderung und Unterstütztung der Industrie und Gewerbe in Innerösterreich, dem Lande ob der Enns und Salzburg
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— 46? — Tuhltolben verwandelt werden könnte, gewöhnlich auch das Aus- schnitten desselben ohne Aufenthalt des Stahlfeuers vorgenommen we:dcn kann. Ucbrigens sind die kleinen Massel jedenfalls eine Ve- schcunigung des Ausheizprozcsses, und in so fern den größer« vor- zuziehen, obschcn man in Wirklichkeit durchaus nicht behaupten kann, dai die hauptgewertschaftlichcn Llahlstangen besser ausgcheizt wä« rei als die gewerkschaftlichen. ß. >38 Wie aus unsern Betrachtungen des Aushcizprozes« scs erhellet, nimmt der Zerrennprczeß bei der Stahlarbcit nach dem haiptgewcrtschaftlichcn Verfahren iedesmal und nach dem gcwert- schlftlichcn bei ganzlichem Ausschmieden der Stahlstangen ebenfalls seilen Anfang vor Vcendigung des Ausheizens. Gs treten folglich wahrend des Ausheizprc;esses nicht allein die nöthigen Rücksichten zm Bildung eines guten Zerrenndodcns ein, sondern es muß zu- gleich schon die erforderliche Vorsicht zur Führung des Zerrennpro« zesics selbst angewandt werden. Bei einem ganz normalen, guten Verlaufe des Zerrennpro« zefes wird sich der Zerrennboden mit dem Näumspieße fortwährend eb<n, mehr oder weniger hart bis schlüpfrig, aber nicht klebrig unz langsam höher werdend anfiihlen lassen, und dabei beständig von einem etliche Zoll tiefen Bade einer dünnflüssigen, ziemlich ro- hen Schlacke bedeckt seyn. Diesen Zustand zu erhalten, indem ein- trelende Abweichungen ehemöglichst wieder beseitiget werden, ist die Aufgabe des steirischen Stahlfrischers. Die Mittel dazu sind wie bei der Giscnarteit das entsprechende Maß in der Schnelligkeit des Glnschmel'ens tcr Flossen, die Menge und Art der Zuschläge, das Sintcrabstcchen und die Stärke des Windstromes. Als Gebrauchs- anleitung für diese Mittel dient einigermaßen allerdings auch der Lauch des Feuers, der sich bei großem Gaargange oder Nohgange, wie bel Differenzen in der Schlackcnmcnge verschieden gestaltet; allein bei der delicateren Stahlarbeit ist es noch viel mehr räthlich und ni» thig, sich hauptsächlich an die Beschaffenheit des Bodens zu halten, dielen folglich recht fleißig zu sondircn, um eingetretenen Abwei» chungen vom ncrmalcn Gange bei Zeiten entgegen wirken zu können. Werden die Flossen zu langsam eingeschmolzen, so macht sich der Gang des Frischprozesses zu gaar, der Voden fängt an klebrig
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Gemeinfaßliche Darstellung der Stabeisen u. Stahlbereitung in Frischherden in den Ländern des Vereins zur Beförderung und Unterstütztung der Industrie und Gewerbe in Innerösterreich, dem Lande ob der Enns und Salzburg
Titel
Gemeinfaßliche Darstellung der Stabeisen u. Stahlbereitung in Frischherden
Untertitel
in den Ländern des Vereins zur Beförderung und Unterstütztung der Industrie und Gewerbe in Innerösterreich, dem Lande ob der Enns und Salzburg
Autor
Peter Tunner
Verlag
C. Tanzer'schen Schriften
Ort
Graz
Datum
1846
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
11.09 x 19.47 cm
Seiten
540
Schlagwörter
Stahlindustrie, Stahlwirtschaft
Kategorien
Geschichte Historische Aufzeichnungen
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