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Gemeinfaßliche Darstellung der Stabeisen u. Stahlbereitung in Frischherden - in den Ländern des Vereins zur Beförderung und Unterstütztung der Industrie und Gewerbe in Innerösterreich, dem Lande ob der Enns und Salzburg
Seite - 483 -
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— 483 — lösche ist es möglich, dcm Löschboden die nöthige Haltbarkeit zu geben, und ihn als schlechten Wärmeleiter herzustellen') ; — Ist das Feuer kalt, wie im Beginne der ersten Wochenschicht jedesmal der Fall ist, übrigens aber der Löschboden noch gut, so muß derselbe vorerst durch eine Kohlenglut mehrere Stunden ausgewärmt, und dann gestauchet werden; zeigt er sich aber zu tief gelegen, muß Vlaselösche eingereutert, dann ausgewärmt und hierauf gcstauchet werden. Dieses Auswärmen und Stauchen wird von fleißigen Arbeitern vor der ersten Wochen- schicht zweimal hintereinander vorgenommen, indem Sonntags Nach- mittag die erste Glut mit gießen Kohlenstücken in die Grube gebracht, tann Abends das eistemal gestaucht, hierauf wieder Kohlenglut dar» über gemacht, und um Mitternacht mit Beginn der Schicht das zweite- mal gestaucht wird. Ebenso wird der Löschbodcn nach Beendigung und vor Anfang jeder Schicht gestaucht. Ucbrigens kann bemerkt werden, daß der Lcschboden beim Stahlfrischen weniger leidet als beim Hart- zerrennen. Die Betrachtung des kärntnerischen Stahlfrischprozesses lönnen wir uns zur bessern Uebersicht in folgende drei Abtheilungen bringen: die Saucrbi ldung und das Dculputzen, die Bi ldung des Frischbcdens und das Deulumschlagen, und tie Cotta- bi ldung und den weitern Aushe izprozeß, welche wir in dieser Ordnung nun vornehmen wollen. 8. 143 . Die eigentliche Arbeitschicht wird mit dem Ein- schmelzen von frischem, unvorbereitetem Roheisen gemacht, um daraus eine dickflüssige Eiscnmasse, Sauer genannt " ) , in den Herd zu bitommen, welcher bei tcr folgenden Cottabildung gleichsam als Un- terlage dient. Hierzu werten gewöhnlich die dicken Ränder und Kö- nig« der Vlatlel genommen, im Gewichte von 40 bis 70 Pfund, welche auf der Niaseite in den zuvor mit Kohlen gefüllten Herd auf- »> Qv es übrigen« nicht zweckmäliia wäre, diesen Löschbode» «uj leichtem Westüle (liehe die erste Anmerkung zu ;, ,"> anzufertigen, lassen n»r lahmgestellt seyn, »') Unter S a» er verstehet der lärntnenscheHammerarbeiter überhaupt eine mehr oder »eniaee «üfsige Fisenmasse! und um «uglcich den Wra» dt« Flüssiascyns, welcher bei einer gewissen Temperatur mit dem Grade der Waare übercin, stimmt, z» bezeichnen, bedient er sich des Ausdruckes frischer Soucr bei «roß« FlüMitit, un« weicher Souer für «inen schon ha!0g««ren Zuston».
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Gemeinfaßliche Darstellung der Stabeisen u. Stahlbereitung in Frischherden in den Ländern des Vereins zur Beförderung und Unterstütztung der Industrie und Gewerbe in Innerösterreich, dem Lande ob der Enns und Salzburg
Titel
Gemeinfaßliche Darstellung der Stabeisen u. Stahlbereitung in Frischherden
Untertitel
in den Ländern des Vereins zur Beförderung und Unterstütztung der Industrie und Gewerbe in Innerösterreich, dem Lande ob der Enns und Salzburg
Autor
Peter Tunner
Verlag
C. Tanzer'schen Schriften
Ort
Graz
Datum
1846
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
11.09 x 19.47 cm
Seiten
540
Schlagwörter
Stahlindustrie, Stahlwirtschaft
Kategorien
Geschichte Historische Aufzeichnungen
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