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Gemeinfaßliche Darstellung der Stabeisen u. Stahlbereitung in Frischherden - in den Ländern des Vereins zur Beförderung und Unterstütztung der Industrie und Gewerbe in Innerösterreich, dem Lande ob der Enns und Salzburg
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— 509 — bcgicßt ihn auch nicht mit Wasser, sondern läßt ihn so lange er noch glühend erscheint zum Austrocknen und Auswärmen des kost)« bodcns darauf liegen; hierauf eist hebt man ihn heraus, und «- parirt den Lischbcden gerade so als ob man den Kochboden aufce« geben hätle, >n oberwähnter Weise. Nie Manipulation bei der zweiten und folgenden Cotta weicht von der ersten nur in so weitab, laß die Bildung des Frischbodens schm während des Deulpuhens erfolgt, wobei man also keine Gelegenheit hct, die weichen nicht wegzuputzenden Stellen der Teule im Sauer zu härten. Uebrigcns erfolgt das Deulputzen, besonders des eisten, der noch gan; glühend vom Hammer ins Feuer gebracht wird, vi:l schneller, als bei der ersten Cotta. Dadurch, und noch mehr durch die früher eingeleitete Vildung des Frischbodens ist die ganze Znt einer vollen Cottadillung, eines Schmiedens, wie die Arbeiter diese ganze Periode zu nennen pflegen, bei den folgenden in d>r Negel um '/u bis ^ Stunden kürzer als bei der ersten Cctt,, wcßhalb der Umstand, daß nicht alle Kolben oder Tajoli vor Be- endigung der Cottabildung ausgeheizt weiden können, bei den fcl- gcndcn Schmieden viel öfter eintritt, als bei dem ersten. Man kann rechnen, daß die ganze Zeit des ersten Schmiedens meistens nahe 6 Stunden, für jedes folgende aber nur wenig mehr als 5 Stun- den beträgt. Wenn daher täglich dreimal geschmiedet wird, so for- dert dies 16 Stunden, u»t> wenn dann noch haltzerrinnt wird, waS sammt Vor- und Nacharbeit 3 bis 4 Stunden dauert, so bleibt das Feuer von einer Schicht zur andern nur 4 bis 5 Stunden frei, aus welcher Ursache die Tag- und Nachtarbeit nicht üblich ist. Vollzieht mandasHarlzerrennen aber auf einem eigenen Feuer, dam» kann täglich wenigstens viermal geschmiedet werden, wenn z,wei Feuer Einen Schlag haben; hat aber jedes Feuer seinen eigcmen Schlag, dann können selbst fünf Schmicdungen gemacht werden. Bei der allüblichen Einthcilung der kärntnerischen Stahlarbeit wiirv auf vielen Hämmern in deli meisten Tagen nur zweimal geschnnie- tcc und Vöden gemacht, was bei fleißigen Arbeitern jedoch b'loß an einem Feierabend geschieht. H. »47. Aus dem Aussehen der Cotta auf di» Qualität des Stahles zu schließen, ist mit vieler Unsicherheit «eibunden; d>en»
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Gemeinfaßliche Darstellung der Stabeisen u. Stahlbereitung in Frischherden in den Ländern des Vereins zur Beförderung und Unterstütztung der Industrie und Gewerbe in Innerösterreich, dem Lande ob der Enns und Salzburg
Titel
Gemeinfaßliche Darstellung der Stabeisen u. Stahlbereitung in Frischherden
Untertitel
in den Ländern des Vereins zur Beförderung und Unterstütztung der Industrie und Gewerbe in Innerösterreich, dem Lande ob der Enns und Salzburg
Autor
Peter Tunner
Verlag
C. Tanzer'schen Schriften
Ort
Graz
Datum
1846
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
11.09 x 19.47 cm
Seiten
540
Schlagwörter
Stahlindustrie, Stahlwirtschaft
Kategorien
Geschichte Historische Aufzeichnungen
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