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Generative Bildarbeit - Zum transformativen Potential fotografischer Praxis
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118 aus dem visuellen Material herausgearbeitet und hieraus positive und negative Aspekte für das Zusammenleben in Situationen kultureller Differenz bzw. für den konkreten Forschungszusammenhang abgeleitet werden. Hierbei fin- det eine Forschungsethik Berücksichtigung, die dem Dialog verpflichtet ist — auch wenn, oder gerade weil sich dadurch die Sicht der Beteiligten auf ihre jeweils „eigene Welt“ verändern kann: „Dies ist es, was unsere Erkenntnis so sehr verunsichert: Die Welt ändert sich, wenn die Perspektive darauf verän- dert wird. Schräges wird gerade und Lineares krumm, wenn es von einer anderen Realitätsebene aus betrachtet wird.“ (Faschingeder 2012: 51). Es geht nicht darum, am Ende des Prozesses der Generativen Bild arbeit verschiedene Zugänge und Standpunkte zu vereinheitlichen und jegliche Form von Antago- nismus zu überwinden, sondern vielmehr darum, durch die Anerkennung von Verschiedenheit gemeinsame Problemfelder zu erschließen, zu verhandeln und Handlungsspielräume auszuloten. Der methodologische Rahmen Generative Bildarbeit wird hier anhand des Leitmotivs der Rekursivität beschrieben. Den Begriff der Rekursion kann man auf das lateinische Verb recurro zurückführen, das zunächst mit „zurück- laufen, -eilen, -kehren, wiederkehren“ übersetzt werden kann. Im übertragenen Sinn kann recurro aber auch „auf etwas zurückkommen“, im Sinne von „sich auf etwas beziehen“ bedeuten (Stowasser 1987: 386). Abb. 29 Day and Night (M.C. Escher 1938) Im Lexikon der Sprachwissenschaft (Bußmann 1990) findet sich eine Definition für Rekursion, die nachvollziehbar macht, wie der Begriff auf kulturwissen- schaftliche Zusammenhänge angewendet werden kann: „Aus der Mathematik übernommener Begriff, der in der Linguistik die formalen Eigenschaften von Grammatiken bezeichnet, mit einem end- lichen Inventar von Elementen und einer endlichen Menge von Regeln eine unendliche Menge von Sätzen zu erzeugen.“ (Bußmann 1990: 640)
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Generative Bildarbeit Zum transformativen Potential fotografischer Praxis
Titel
Generative Bildarbeit
Untertitel
Zum transformativen Potential fotografischer Praxis
Autor
Vera Brandner
Verlag
transcript Verlag
Datum
2020
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY 4.0
ISBN
978-3-8394-5008-6
Abmessungen
14.8 x 22.5 cm
Seiten
276
Schlagwörter
Forschendes Lernen, Fotografische Praxis, Methodik, Generative Bildarbeit, Grenzarbeit, Kulturelle Differenz, Praxeologie, Selbstversuch, Reflexive Grounded Theory, Selbstwahrnehmung, Fremdwahrnehmungen, Situationalität, Reflexivität
Kategorie
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