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Generative Bildarbeit - Zum transformativen Potential fotografischer Praxis
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124 Lieblingsbilder oder Alltagsgegenstände Jede_r Teilnehmer_in bringt ein eigenes Lieblingsbild oder einen Alltagsgegenstand mit. Im Gruppenprozess werden die Bilder/Gegenstände miteinander bearbeitet und/oder unter einander ausgetauscht. Die Auswahl kann thematisch völlig offen gelassen, aber auch thematisch angeleitet werden. Diese Variante hat hohen partizipativen und prozesshaften Gehalt. Der zeitliche Aufwand für die Umsetzung ist mäßig. Lochkamera Als Basis für das Arbeiten mit Fotografie werden Kameras selbst gebastelt, damit wird fotografiert und die Bilder werden selbst entwickelt. Ist keine Dunkelkammer vorhanden, kann auf einfache Weise ein provisori- sches Fotolabor eingerichtet werden. Es wird in Kleingruppen (5–10 Perso- nen) gearbeitet, um die Technik kennenzulernen und erste Experimente zu machen. Durch verschiedene Übungen mit Licht und Schatten schulen die Teilnehmer_innen ihre Wahrnehmung. Dabei entstehen erste Fotos, die in der Gruppe betrachtet, besprochen und/oder ausgetauscht werden. Je nachdem, in welchem Umfeld die Experimente mit der Lochkamera gemacht werden, bestehen für die Teilnehmer_innen gewisse Vorgaben und ein gewisses Setting für ihre Motivwahl. Der partizipative Gehalt ist hoch, die Prozess- haftigkeit durch das gegebene Setting eher mäßig. Der interaktive Gehalt ist durch die Zusammenarbeit beim Experimentieren hoch. Der zeitliche Auf- wand für die Umsetzung ist sehr hoch. Bildpool Die Gruppenleiter_innen stellen, ähnlich wie bei Fotoelizitations- Methoden, einen Bildpool zusammen, den sie den Teilnehmer_innen am Anfang zur Auswahl geben. Jede_r Teilnehmer_in sucht sich aus diesem Bestand ein Bild aus und erläutert seine_ihre Wahl in der Gruppe. Gibt es für das Gesamtprojekt eine thematische Vorgabe, kann der Bildpool entsprechend angelegt werden. Die Teilnehmer_innen können sich selbst vergleichsweise wenig einbringen. Der partizipative, prozesshafte und interaktive Gehalt ist gering. Der zeitliche Aufwand für die Umsetzung im Gruppenprozess ist vergleichsweise niedrig. Es muss aber bedacht werden, dass die Gruppen- leiter_innen im Vorfeld Zeit für die Recherche und Zusammenstellung eines entsprechenden Bildpools brauchen. Zufall Die mitgebrachten Bilder/Gegenstände der Teilnehmer_innen werden eingesammelt und nach Zufallsprinzip neu verteilt. Jede Person erhält den Gegenstand einer anderen Person als Impuls für das weitere Arbeiten. In dieser Variante sprechen die Teilnehmer_innen nicht miteinander über die eigenen Bilder/Gegenstände und auch nicht über jene, die sie als Impuls erhal- ten. Die Interpretation des Impulsgegenstandes bleibt der einzelnen Person überlassen. Was und wie sie damit umgeht, steht ihr offen. Der interaktive und zeitliche Aufwand für die Umsetzung ist eher gering. Dialogrunde Der Gedankenaustausch über die mitgebrachten Bilder und/ oder Gegenstände kann im Rahmen einer ersten Dialogrunde stattfinden, die als Vorstufe zum Bilddialog betrachtet werden kann. Bei dieser Variante wird über die jeweiligen Bilder/Gegenstände in Kleingruppen gesprochen. Die Teilnehmer_innen erzählen einander, was sie über die eigenen und die
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Generative Bildarbeit Zum transformativen Potential fotografischer Praxis
Titel
Generative Bildarbeit
Untertitel
Zum transformativen Potential fotografischer Praxis
Autor
Vera Brandner
Verlag
transcript Verlag
Datum
2020
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY 4.0
ISBN
978-3-8394-5008-6
Abmessungen
14.8 x 22.5 cm
Seiten
276
Schlagwörter
Forschendes Lernen, Fotografische Praxis, Methodik, Generative Bildarbeit, Grenzarbeit, Kulturelle Differenz, Praxeologie, Selbstversuch, Reflexive Grounded Theory, Selbstwahrnehmung, Fremdwahrnehmungen, Situationalität, Reflexivität
Kategorie
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