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Germanistik in Wien - Das Seminar für Deutsche Philologie und seine Privatdozentinnen (1897–1933)
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Nach1945, als siewieder inDeutschland zu veröffentlichen begann, konzentrierte sie sich –wie in ihren ersten wissenschaftlichen Studien – nahezuausschließlichaufdieErforschungderRomantik,dersiezwölf ihrer insgesamt 16 selbständigenPublikationenwidmete.140 In denUSAavan- cierte sie inzwischen zueinernichtunbeachtetenWissenschaftlerin: 1949 wurde sie als Vertreterin der US-amerikanischen Germanistik zu den umfassenden Feierlichkeiten anlässlich Goethes 200. Geburtstags nach Deutschland entsandt,141 imWintersemester 1950/51 war ihr als erster Frau gestattet, an der Harvard University einen Vortrag für Graduate Students zu halten,142 außerdemwar sieMitglied derModern Language Association of America (MLA) und derAmerican Association of University Professors (AAUP).143 Thalmanns nationalkonservativ-elitäre Wissen- schaftsauffassung der späten 1920er und frühen 1930er Jahre geriet in Vergessenheit, sodass sie sich in den 1960er Jahren auch wieder im deutschsprachigenRaumetablieren konnte,wo siemit ihrerAusgabe der Werke Ludwig Tiecks (1963–1966)144 zu einem „Geheimtipp für eine Generation jüngererWissenschaftler(innen),dienach1968denAnschluß andie internationale Forschung suchte“145, avancierte. 140 NachDie Anarchie im Bürgertum (1932) folgten Thalmann: J.W.Goethe. Der MannvonfünfzigJahren(1948);dies:LudwigTieck.DerromantischeWeltmann ausBerlin (1955); dies: LudwigTieck. „DerHeilige ausDresden“ (1960); dies: DasMärchenunddieModerne(1961);dies:RomantikundManierismus(1963); dies:RomantikerentdeckendieStadt (1965);dies:ZeichensprachederRomantik (1967);dies:RomantikeralsPoetologen(1970);dies:DieRomantikdesTrivialen (1970); dies: Provokation und Demonstration in der Komödie der Romantik (1974); dies: Romantik in kritischer Perspektive (1976). 141 WellesleyCollegeArchive, Biographical FilesMarianneThalmann. 142 [Anonym:]MarianneThalmann (1951). 143 In derUS-amerikanischen FachgeschichtsforschungwirdThalmannheute jenen „exile scholarswhohadamajor impacton thedevelopmentofGermanstudies in theUnited States“ zugerechnet; diese Einschätzung erfolgt jedoch nach wie vor unter der Annahme, es handle sich bei Thalmann um eine geflohene jüdische Wissenschaftlerin. Gelber: Dowden/Werner, German Literature, Jewish Critics [Rez.] (2005), S. 763. 144 Tieck:Werke in vier Bänden (1963–1966). 145 Stephan:Vorwort (2003), S. 10. –Missverständlichundnicht ganz korrekt auch hier die biographischenAngaben zuThalmann, die laut Stephan „nach1945aus demamerikanischenExil nachEuropa zurückkehrte“ (ebd.). III.Marianne Thalmann (1888–1975)182
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Germanistik in Wien Das Seminar für Deutsche Philologie und seine Privatdozentinnen (1897–1933)
Titel
Germanistik in Wien
Untertitel
Das Seminar für Deutsche Philologie und seine Privatdozentinnen (1897–1933)
Autor
Elisabeth Grabenweger
Verlag
De Gruyter Open Ltd
Ort
Berlin
Datum
2016
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY 4.0
ISBN
978-3-11-045927-2
Abmessungen
15.5 x 23.0 cm
Seiten
290
Schlagwörter
German literary studies, literary text, history, first female scholars, Wiener Germanistik, Wissenschaftsgeschichte
Kategorie
Lehrbücher
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