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Germanistik in Wien - Das Seminar für Deutsche Philologie und seine Privatdozentinnen (1897–1933)
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delberg, der sie 1927gleich zurMitherausgeberin seiner neugegründeten OberdeutschenZeitschrift fürVolkskundemachte. WährenddieserZeitverfassteWeiserauchihrenächstegrößereArbeit, die sichnicht –wie ihreDissertation–mit einem inder zeitgenössischen Forschung zwar populären, fachpolitisch aber leichtgewichtigen Thema beschäftigte, sondern mit einem Forschungsgebiet, das den Nerv der Much’schenAltertums-undGermanenkunde traf, indennächsten Jahren dasunangefochteneZentrumder Interessen seiner Schüler bildete und in weiterer Folge vor allem die vor, im und nach demNationalsozialismus außergewöhnlicheKarrierevonzweiweiterenMuch-Schülern,nämlichdie vonOttoHöflerundRichardWolfram,begründete.Eshandelt sichdabei um das 1927 erschienene Buch Altgermanische Jünglingsweihen und Männerbünde. Ein Beitrag zur deutschen und nordischen Altertums- und Volkskunde4, dasWeiser am6.November 1926 an derUniversitätWien auchalsHabilitationsschrifteinreichte.5DasdarauffolgendeVerfahrenzur ErteilungderVeniaLegendiwar innerhalbwenigerMonateabgeschlossen (Weiser erhielt dieLehrbefugnismitministeriellemBeschluss vom4.Au- gust1927)6undzeitigtekeineoffensichtliche genderpolitische, dafür aber eineuniversitäts-undfachpolitischnichtzuunterschätzendeBesonderheit: Weiser wurde nicht, wie in der älteren Abteilung derGermanistikmitt- lerweileüblich,dieVenia fürÄlteredeutscheSpracheundLiteraturoder für Germanische Sprachgeschichte und Altertumskunde erteilt, sondern für Germanische Altertums- undVolkskunde.Damitwar die Lehrbefugnis der Much-SchülerinWeiser die erste überhaupt, bei derVolkskunde auch no- minell im Titel aufschien. Personell war die Volkskunde freilich an der Universität Wien schon davor vertreten, jedoch nicht von einem Ger- manisten,sondernvondemerwähntenPrivatdozentenArthurHaberlandt, der als Prüfer beiVolkskunde-Rigorosen fungierte und formal eine Lehr- befugnis fürEthnographie innehatte.7 WeisersweitereKarriere an derUniversitätWienwar nur von kurzer Dauer. Sie lehrte im Sommer 1928 für nur ein Semester ,Deutsche 4 Weiser: Altgermanische Jünglingsweihen undMännerbünde (1927). 5 HabilitationsgesuchvonLilyWeiser vom26.November1926;UAW,Phil. Fak., Zl. 267 ex 1927/27, PA3686LilyWeiser. 6 BriefdesBundesministeriums fürUnterricht andasDekanatderphilosophischen Fakultät vom 4. August 1927; ÖStA, AVA, Unterricht allgemein, Universität Wien, Philosophie Professoren,MCUZl. 2957 ex 1927, PALilyWeiser. 7 Bockhorn:VonRitualen,MythenundLebenskreisen (1994), S. 482. IV. LilyWeiser (1898–1987)184
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Germanistik in Wien Das Seminar für Deutsche Philologie und seine Privatdozentinnen (1897–1933)
Titel
Germanistik in Wien
Untertitel
Das Seminar für Deutsche Philologie und seine Privatdozentinnen (1897–1933)
Autor
Elisabeth Grabenweger
Verlag
De Gruyter Open Ltd
Ort
Berlin
Datum
2016
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY 4.0
ISBN
978-3-11-045927-2
Abmessungen
15.5 x 23.0 cm
Seiten
290
Schlagwörter
German literary studies, literary text, history, first female scholars, Wiener Germanistik, Wissenschaftsgeschichte
Kategorie
Lehrbücher
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