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Germanistik in Wien - Das Seminar für Deutsche Philologie und seine Privatdozentinnen (1897–1933)
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1925, alsMuchsSohnWolf IsebrandObmanndesVereinswar,wurden– 28 Jahre nach Einführung des Frauenstudiums – Frauen von der Mit- gliedschaft explizit ausgeschlossen und auch bezüglich der völkischen Zulassungsbestimmungen wurde eine Vereindeutigung vorgenommen: „nurDeutsche (Arier)“71. IV.2.Volkskunde existiert nur alsGermanenkunde – Jul.Weihnachtsgeschenke undWeihnachtsbaum (1923) In Nachrufen,Würdigungsreden und selbst in Lexikoneinträgen wurde immer wieder Rudolf Muchs Bedeutung für die volkskundlichen For- schungen anderUniversitätWienhervorgehoben.Wirftman aber einen Blick in sein Publikationsverzeichnis72, so scheint es, als hätte er sich für volkskundliche Themen überhaupt nicht interessiert, und auch in seiner über vierzig Jahre andauernden Lehrtätigkeit an der Universität Wien findet sich nur eine einzige Veranstaltung, die volkskundlich genannt werden kann: ImSommersemester 1906, unddannwieder imSommer- semester 1913, las er über „Das deutscheHaus“.73Damit ist aber auch schon angegeben, was Much unter Volkskunde verstand: Für ihn war Volkskunde nämlich kein Fach, das einer eigenen Disziplin bedurfte, sondern ein integrierter Teil derDeutschen Altertumskunde, die freilich mit seiner Person an derUniversitätWien schon vertreten war.74Damit einhergehendgaltesfürMuch,nureineVersionderVolkskundezustärken, nämlich die deutsche.75 Mit den konkurrierenden Wiener Ethnologen (und auchmit denGeschichtswissenschaftlern) hatteMuch jedoch auch etwas gemeinsam, nämlich eine historischeWeltauffassung, diemit dem 71 Satzungen des Akademischen Vereins der Germanisten in Wien vom 17.Oktober1925;WStLA,M.Abt.119,A32:92/1926(AkademischerVereinder Germanisten inWien). 72 Verzeichnis der Schriften vonRudolfMuch (1932). 73 ÖffentlicheVorlesungen anderK.K.Universität zuWien (1897–1918). 74 Daher kommt auch die Einschätzung von volkskundlicher Seite, „that Much contributed little to thedevelopment of thediscipline“.Bockhorn:Wien,Wien, nurDuallein (2004), S. 61. 75 DassMuch seine einzige volkskundliche Lehrveranstaltung über „Das deutsche Haus“ hielt, kann auch alsWürdigung des zeitgenössischwichtigsten deutschen VolkskundlersWilhelmHeinrichRiehl gesehenwerden,derdas „deutscheHaus“ zuseinenForschungsschwerpunktenzählte.–FürdiesenHinweisdankeichAnna- MariaKönig,Wien. IV.2. Volkskunde existiert nur als Germanenkunde 197
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Germanistik in Wien Das Seminar für Deutsche Philologie und seine Privatdozentinnen (1897–1933)
Titel
Germanistik in Wien
Untertitel
Das Seminar für Deutsche Philologie und seine Privatdozentinnen (1897–1933)
Autor
Elisabeth Grabenweger
Verlag
De Gruyter Open Ltd
Ort
Berlin
Datum
2016
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY 4.0
ISBN
978-3-11-045927-2
Abmessungen
15.5 x 23.0 cm
Seiten
290
Schlagwörter
German literary studies, literary text, history, first female scholars, Wiener Germanistik, Wissenschaftsgeschichte
Kategorie
Lehrbücher
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