Web-Books
im Austria-Forum
Austria-Forum
Web-Books
Lehrbücher
Germanistik in Wien - Das Seminar für Deutsche Philologie und seine Privatdozentinnen (1897–1933)
Seite - 224 -
  • Benutzer
  • Version
    • Vollversion
    • Textversion
  • Sprache
    • Deutsch
    • English - Englisch

Seite - 224 - in Germanistik in Wien - Das Seminar für Deutsche Philologie und seine Privatdozentinnen (1897–1933)

Bild der Seite - 224 -

Bild der Seite - 224 - in Germanistik in Wien - Das Seminar für Deutsche Philologie und seine Privatdozentinnen (1897–1933)

Text der Seite - 224 -

sein Kolleg „schon so viele Stunden verloren habe“, dass er sich „nicht entschließen“könne,„ohnezwingendeUmständeeineweitereabzusagen“. „Gegen die geplante Titelverleihung habe [er]“, soMuch abschließend, „übrigens nichts einzuwenden […].“141 Daraufhin wurde Arthur Haberlandt zwar der Titel eines außeror- dentlichenProfessorsverliehen,142aberbezüglichdesLehrauftragspassierte erneutübereinJahr langnichts,bis sichdervonMichaelHaberlandt, also demVater, geleiteteVerein für Volkskunde der Sache annahm. In einem vierseitigenBrief vom17.Februar1925 fordertenMichaelHaberlandtals Präsident des Vereins, Eugen Oberhummer als Vizepräsident und Josef Weninger alsGeneralsekretär den damaligenRektor derWienerUniver- sität, den JuristenHansSperl, dazuauf, „für eine angemesseneVertretung derVolkskundeandenHochschulenVorsorgezutreffen“.Dabeihandelte essichumeinen„Wunsch“,sodieAbsenderweiter,der„schonoftundvon sehrbeachtenswertenStellengeäussert“wordensei.Darüberhinauswurde betont,dassauch„instudentischenKreisenselbstderWunschseitJahrund TagregeistüberFragenderVolkskundeunddesVolkstumsüberhaupt,wie insbesondere der heimischen deutschen Volkskunde, wissenschaftlichen Aufschluss zu erhalten“.DerHinweis auf deutscheVolkskundewar dazu geeignet,RudolfMuchsAufmerksamkeit zuerregen.MichaelHaberlandt waraberkluggenug,einen„Lehrauftrag[ ] fürVolkskundemitbesonderer Berücksichtigung ihrerRealien“zufordern.143DerZusatz„mitbesonderer Berücksichtigung ihrer Realien“ hatte freilich zu bedeuten, dass der Lehrauftrag eng an das Museum für Volkskunde und somit an Arthur Haberlandt gebundenwerden sollte. Und tatsächlich trat die Kommission daraufhin, am 23.Mai 1925, erneut zusammenund entschloss sich, ArthurHaberlandt beimMiniste- rium für einenLehrauftrag fürEuropäische Volkskundemit besonderer Be- rücksichtigung ihrerRealien inVorschlag zubringen. „Europäische“wurde deshalb eingefügt, da Rudolf Much alles daran setzte, die „deutsche [Volkskunde, E.G.] nicht betont [zu] wissen“; zum einen, weil Arthur Haberlandt, soMuch, „nicht inderLage [sei], solch spezialisiertesGebiet gut zubehandeln“,undzumanderen,weil sonstdieGefahrbestünde,den 141 BriefvonMuchandenDekanderphilosophischenFakultätvom22.Jänner1924; UAW,Phil. Fak.,Zl. 378 ex 1922/23, PA1843ArthurHaberlandt. 142 BescheiddesBundesministeriums fürUnterricht vom4.April 1924;UAW,Phil. Fak., Zl. 378 ex 1922/23, PA1843ArthurHaberlandt. 143 Alle Zitate: Brief vonMichaelHaberlandt, EugenOberhummer und Josef We- ninger an den Rektor der Wiener Universität vom 17. Februar 1925; UAW, Universitätskanzlei, Zl. 573 ex 1924/25, PA1843ArthurHaberlandt. IV. LilyWeiser (1898–1987)224
zurück zum  Buch Germanistik in Wien - Das Seminar für Deutsche Philologie und seine Privatdozentinnen (1897–1933)"
Germanistik in Wien Das Seminar für Deutsche Philologie und seine Privatdozentinnen (1897–1933)
Titel
Germanistik in Wien
Untertitel
Das Seminar für Deutsche Philologie und seine Privatdozentinnen (1897–1933)
Autor
Elisabeth Grabenweger
Verlag
De Gruyter Open Ltd
Ort
Berlin
Datum
2016
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY 4.0
ISBN
978-3-11-045927-2
Abmessungen
15.5 x 23.0 cm
Seiten
290
Schlagwörter
German literary studies, literary text, history, first female scholars, Wiener Germanistik, Wissenschaftsgeschichte
Kategorie
Lehrbücher
Web-Books
Bibliothek
Datenschutz
Impressum
Austria-Forum
Austria-Forum
Web-Books
Germanistik in Wien