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Germanistik in Wien - Das Seminar für Deutsche Philologie und seine Privatdozentinnen (1897–1933)
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ums.155 So blieb ihmLilyWeiser, die ihre ungewöhnlich dünne,mit 96 Seiten im Vergleich mit allen anderen zeitgenössischen germanistischen Habilitationsschriften um durchschnittlich 250 Seiten kürzere Arbeit156 Altgermanische Jünglingsweihen undMännerbünde am6.November 1926 alsManuskript imDekanat der philosophischenFakultät derUniversität Wien einreichte und sogleichmit demGesuch verband, ihr die Lehrbe- fugnis fürGermanische Altertums- und Volkskunde zu verleihen.157Dabei handelte es sichumGebiete,die,wieMuchinseinemBerichtbetonte, „in gleicher Umgrenzung und Bezeichnung an einer deutschen, der Ham- burgerUniversitätdurcheinebesondereLehrkanzelvertretensind“158.Die zurBeratungeingesetzteKommissionbestanderneut,wieesbeiAnsuchen vonRudolf Muchmeist der Fall war, nur aus freundlich gesinntenKol- legen. Dietrich von Kralik, Max Hermann Jellinek, Paul Kretschmer, OswaldMenghin, Friedrich JohannBecke, LudwigRadermacher, Alfons Dopsch,OthenioAbelundAntonPfalzbeschlosseninihrererstenSitzung am24.Mai1927 jeweils einstimmig,dass „das gewählteFach […]zuden Fachgebieten der Fakultät“ gehöre, dass „FrauDrWeiser für dasHoch- schullehramt persönlich qualifiziert“ sei und dass sie auch „die fachliche Eignung hiezu“ besitze.159Damit war die Zusammenkunft nach 45Mi- nutenbeendetundWeiser zumHabilitationskolloquium,beidemRudolf Much, Dietrich von Kralik undMaxHermann Jellinek als Prüfer fun- 155 GutenbrunnerbegannseinStudiumimWintersemester1925/26undpromovierte 1931beiMuchmit derArbeitMüllenhoffs Altertumskunde imLichte der heutigen Wissenschaft.DieGermanenundKelten. Stammeskunde. 156 ZumVergleich die Seitenzahlen der anderen Habilitationsschriften, die in den 1920er Jahren an derWiener Germanistik eingereicht wurden: Christine Tou- aillon: Der Frauenroman des 18. Jahrhunderts (1919), 664 Seiten; Marianne Thalmann:Der Trivialroman und der romantische Roman (1923), 326 Seiten; Herbert Cysarz: Deutsche Barockdichtung (1924), 311 Seiten; Heinz Kinder- mann: J.M.R.LenzunddiedeutscheRomantik (1925),367Seiten;FranzKoch: Goethe und Plotin (1925), 263 Seiten;Walter Steinhauser: Die Genetivischen Ortsnamen in Österreich (1927), 213 Seiten; Edmund Wießner: Heinrich Wittenwilers Ring (1931), 345 Seiten. Der einzige Habilitand, dessen Arbeit dünner als 200 Seiten geriet, war Hans Rupprich: Willibald Pirckheimer und AlbrechtDürers ersteReise nach Italien (1930), 137Seiten. 157 Habilitationsgesuch vonLilyWeiser vom6.November 1926;UAW,Phil. Fak., Zl. 267 ex 1926/27, PA3686LilyWeiser. 158 Kommissionsberichtvom26.Mai1927,UAW,Phil.Fak.,Zl.267ex1926/27,PA 3686 Lily Weiser. – Die Professur fürDeutsche Altertums- und Volkskunde in Hamburg hatte seit 1919der germanophileVolkskundlerOttoLauffer inne. 159 ProtokollderKommissionssitzungvom24.Mai1927,UAW,Phil.Fak.,Zl.267ex 1926/27, PA3686LilyWeiser. IV. LilyWeiser (1898–1987)228
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Germanistik in Wien Das Seminar für Deutsche Philologie und seine Privatdozentinnen (1897–1933)
Titel
Germanistik in Wien
Untertitel
Das Seminar für Deutsche Philologie und seine Privatdozentinnen (1897–1933)
Autor
Elisabeth Grabenweger
Verlag
De Gruyter Open Ltd
Ort
Berlin
Datum
2016
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY 4.0
ISBN
978-3-11-045927-2
Abmessungen
15.5 x 23.0 cm
Seiten
290
Schlagwörter
German literary studies, literary text, history, first female scholars, Wiener Germanistik, Wissenschaftsgeschichte
Kategorie
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