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Germanistik in Wien - Das Seminar für Deutsche Philologie und seine Privatdozentinnen (1897–1933)
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nominell festgeschriebenwurde.Weiser selbst verließ dieUniversität be- reits 1928, zognachOslound trat erstwieder imNationalsozialismus als Mitarbeiterin undVertrauensfrau der ,Wissenschaftsorganisation‘ der SS, desAhnenerbes, inErscheinung.Die ,Männerbundschule‘, als deren erste HabilitandinWeiser fungierte,wurdeschließlichmitzahlreichenweiteren, vonMuch betreutenHabilitationen in den 1930er Jahren zu einer uni- versitätspolitischmächtigen Ideologie- undForschungsgemeinschaft. Das 1933mitMarianne Thalmanns Emigration anzusetzende Ende deruniversitärenLehrtätigkeitvonFrauenanderWienerGermanistikging einher mit der zunehmenden Politisierung der Professorenschaft, die spätestens ab Ende der 1920er Jahre überwiegend antisemitische und deutschnationale Ideologienvertrat.WieStudienzurWienerGermanistik imNationalsozialismus zeigen, hatten die Veränderungen der akademi- schen Landschaft imNationalsozialismus auchwesentlichenEinfluss auf die Auswahl der als Mitglieder der Universität akzeptierten Wissen- schaftler. Welche Rolle den Frauen an derWiener Germanistik dabei zukam, bedürfte einer weiterenUntersuchung. Zum einenwar es für Frauen im Nationalsozialismus gerade durch eine explizite ideologische Haltung möglich, universitärKarriere zumachen, zumanderen endetedie relative Offenheit derWienerGermanistikmitBeginnder 1930er Jahre undder gleichzeitig stattfindendenEntdemokratisierung desUniversitätsbetriebs. Doch nicht nur über den Status und die Akzeptanz vonWienerGerma- nistinnen während desNationalsozialismus fehlen eingehende Analysen, sondern auch über die Zeit nach 1945. Besonderes Augenmerk müsste dabei der Rolle und Aufgabe der Privatdozentur gewidmet werden. Er- schwertwerdendieseForschungendurchdie(damalige)Sammlungspolitik maßgeblicher Archive, die sich vor allem um Nachlässe erfolgreicher Männerbemühten.Sowares trotz intensiverRechercheninverschiedenen Universitäts-, Literatur- undhistorischenArchiven, inAmtsgerichten, bei noch lebenden Familienangehörigen und in Privatsammlungen nicht möglich,dieNachlässe vonChristineTouaillonundMarianneThalmann ausfindig zumachen. Interessantwären dieseNachlässe vor allem für ex- plizit biographische Forschungen. Eine multiperspektivisch angelegte Analyse desWissenschaftsbetriebes derWienerGermanistik, ihrer Fach- und Institutionengeschichte, wie sie in der vorliegenden Studie unter- nommenwurde, beruht hingegen auf derZusammenschau einerVielzahl komplexerQuellen aus unterschiedlichen Sammlungen. Resümee236
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Germanistik in Wien Das Seminar für Deutsche Philologie und seine Privatdozentinnen (1897–1933)
Titel
Germanistik in Wien
Untertitel
Das Seminar für Deutsche Philologie und seine Privatdozentinnen (1897–1933)
Autor
Elisabeth Grabenweger
Verlag
De Gruyter Open Ltd
Ort
Berlin
Datum
2016
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY 4.0
ISBN
978-3-11-045927-2
Abmessungen
15.5 x 23.0 cm
Seiten
290
Schlagwörter
German literary studies, literary text, history, first female scholars, Wiener Germanistik, Wissenschaftsgeschichte
Kategorie
Lehrbücher
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