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Grätz - Ein naturhistorisch-statistisch-topographisches Gemählde dieser Stadt und ihrer Umgebung
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Gebäuden benannt wcrdcn sind, wie die Burg-, Neitschul-, Landhausgassc, der Hauptwachplatz, oder von besonderen Loca- litäten hergeleitete Namen haben, als: Morellenfcld, Kühlratte, Klostcrwics-, Hcustadlgassc u. dgl. m. Ja sogar unbenannte Gassen findet man noch, die erst der Taufe entgegensehen, wie dieses <> V. bei jener Gasse der Fall ist, die vom Francifta- ncrplatze in die Murgasse fülirt. Endlich fehlt es dieser Stadt auch nicht an solchen Etadt- thcilen, deren Name ein Lächeln erregt oder sonderbare Neben- Vorstellungen erweckt. Von der Art sind: das kälbcrne Viertel, jetzt in die Neuthorgasse umgetauft, so hieß sonst und heißt im Munde des Voltes ncch immer jener der mittlere!, Minbrückc zunächst gelegene Stadtthcil, in dem fast alle Fleischbänke der Stadt ncch immer versammelt sind, wie im Mittelalter auch die Schmide in dcr Schmidgassc es waren; der VselsstaN, ein großes Haus »»nächst dem inneren Paulusthcrc, das seinen Namen daher haben soll, weil einst hier die herzoglichen Maul» tl'icrc ihre Ställe hatten; das Paradeis (Nr. >N1), ein altes umfangsreickcs Durchhaus, das einst die berühmte Protestantin schc Schule (das Stift, die Stiflschulc genannt) enthielt und für die Landesgcschichtc sehr wichtig ist; die drei Säcke (dcr erste, zweite und dritte Sack), höchst wahrscheinlich so genannt, weil sie, vom Hauptwachplatzc in einer ansehnlichen breite ausgehend, sich allmählig sackartig »wischen dem Flusse und dem pralligcn Schloßbergc »u einem schmalen langen Gäßchen ver» engen; die neue Welt; die Flchgasse, die Arche Noe, die Seuf- zer-Allee, die Kcsakcngasse, der Flicgcnplatz u.dgl. >n. 8- «. G a s s e n l e b e n . Grätz gehört in die Reihe jener Orte, auf deren Stra- ßen und Plätzen ein reges Leben sick bewegt. Wenn gleich die Zahl der die öffentlichen Orte belebenden Wägen im Gan- zen eben nicht sehr groß ist, auch dcr betäubende Lärm der Residenz hier gänttich fehlt und man sich, aus Wien nach Grätz versetzt, von einer wohlthucndcn Stille umfangen fühlt; so ist doch die Menge dcr Fußgänger, die sick, i» den Straßcn hin und her bewegt, sehr bedeutend, und das Bild, welches das rege Straßcnlcben gewährt, ein sehr anziehendes, mannigfal- tiges und '.'iclbcwegles. Die größte Lebhaftigkeit des Verkehrs herrscht auf dem Hauptwachplatze, in der Herren- und Mur- , gasse, die Sporgasse hinauf und den ersten Sack entlang. In H
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Grätz Ein naturhistorisch-statistisch-topographisches Gemählde dieser Stadt und ihrer Umgebung
Titel
Grätz
Untertitel
Ein naturhistorisch-statistisch-topographisches Gemählde dieser Stadt und ihrer Umgebung
Autor
Gustav Schreiner
Verlag
Verlag Franz Ferstl'sche Buchhandlung
Ort
Graz
Datum
1843
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
11.55 x 20.25 cm
Seiten
638
Schlagwörter
Graz, Steiermark, Stadt
Kategorien
Geschichte Chroniken
Geschichte Vor 1918
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